Die Marie-Astrid
hatte während des Zweiten Weltkrieges ein Verhältnis mit einem Brüsseler
Notar, der mit den deutschen Besatzern Geschäfte machte. Nachdem sie einen Teil
von dessen Vermögen erbte, zog sie sich aufs Land zurück und begann ein
Verhältnis mit dem 25 Jahre jüngeren Robert. Dieser ist in der Natur unter
Zigeunern, die in Belgien "Farceurs" heißen, aufgewachsen. Auf Druck
der ländlichen Bevölkerung heiratete das ungleiche Paar. Als Marie-Astrid
plötzlich verschwand ist, geriet Robert unter Mordverdacht.
Jean-Claude
Servais ("Zärtliche Violetta", "Die Kräuterhexe")
erzählt in dieser zweiteiligen Serie eine auf Tatsachen beruhende
Geschichte, hat jedoch Namen und Handlungsorte geändert. Meist verwendet
Servais rohe Bilder ohne unnötige Schnörkel und er stellt die Emotionen
der handelnden Personen ebenfalls eher nüchtern dar.
Deutlich
detaillierter fallen die Darstellungen der Natur aus und auch hier
zeigt sich das zentrale Motiv von Servais Comicgeschichten: Seine
Liebe zu den wilden Wäldern in den belgischen Ardennen.
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