Anstatt
mit witzigen Anekdoten garnierte Albert Uderzo seine Autobiographie
lieber mit reaktionären Seitenhieben (á la “Wer Wehrdienst
schiebt, zündet keine Autos an“) und persönlichen Abrechnungen.
Hauptschurke des Buches ist der Verleger Georges Dargaud, der laut
Uderzo öffentlich gerne so tat, als wenn hauptsächlich er
für den Erfolg von "Asterix"
gesorgt hätte. Doch auch Kollegen wie etwa Morris und Greg kommen
zum Teil nicht allzu gut weg.
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Witzig
hingegen sind die kurzen Passagen über Rolf Kaukas “verdrehte
Übersetzung“. Der "Fix
und Foxi"-Schöpfer hatte in den 60er Jahren die
Gallier Asterix und Obelix in die Germanen Sigi und
Barbaras verwandelt. Diese traten in “Lupo modern“
gegen Besatzer an, die nicht lateinisch sondern amerikanisch sprachen.
Uderzo erfuhr davon durch die Satirezeitschrift “Pardon“,
die berichtete, dass hier ein Comic “rechtsradikale Propaganda verbreitete“.
Uderzo entzog Kauka die Asterix-Lizenz und dieser hat sich danach
laut Uderzo “bei Pressekonferenzen in Deutschland unter die
Journalisten gemischt um mich zu beschimpfen. Jedes Mal wurde er
resolut vor die Tür gesetzt.“
Wer nicht jedes Wort in diesem
Buch für bare Münze nimmt, bekommt (auch durch die interessant
ausgewählten Fotos) immerhin einen recht lebendigen Eindruck
in die wilden Gründerjahre des Comicmagazins “Pilote“
und in die äußerst produktive Freundschaft zwischen dem
genialen Zeichner Uderzo und dem unersetzlichen René Goscinny.
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