Der Zeichner
Stuart Hample kannte Woody Allen schon lange vor dessen Zeit als erfolgreicher
und total unabhängiger Filmemacher. Er erlebte ihn in den Sechziger
Jahren als unbekannten Standup-Comedian, dessen Auftritte in New Yorker
Clubs kaum jemanden zum Lachen brachten. 1975 schließlich kam er auf
die Idee den mittlerweile sehr beliebten Filmkomiker zur Hauptfigur
eines Zeitungsstrips zu machen. Allen war nicht abgeneigt und ließ
Hamples Cartoonfigur sogar für eine Zeichentricksequenz in “Der
Stadtneurotiker“ animieren.
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Die
einzelnen Comicstrips von “Inside Woody Allen“ begutachtete
der Filmemacher höchstpersönlich und er stellte sogar
Kladden mit unverwendeten Witzen zur Verfügung. Hiermit konnte
Hample jedoch recht wenig anfangen, vielmehr flossen persönliche
Erlebnisse mit Allen in seine Arbeit ein. So inspirierte ihn die
Tatsache, dass sich Woody Allen in New York zwar gerne mit einem
tief ins Gesicht gezogenen Hut tarnte, sein Taxi aber erst dann
verließ, wenn die Gehsteige halbwegs gut mit Passanten gefüllt
waren.
Woody Allens Manager Jack
Rollins sah den Comicstrip als Möglichkeit seinen Klienten
auch in jenen ländlichen US-Regionen populär zu machen
in denen seine Filme nicht im Kino gezeigt wurden. Der Strip lief
von 1976 bis 1981, wobei das King Features Syndicate immer
wieder bemängelte, dass die Gags viel zu abgehoben sind.
Dieser Sammelband ist zwar keine
Gesamtausgabe
von “Inside Woody Allen“,
enthält aber thematisch gegliedert zahlreiche gut ausgewählte
meist sehr köstliche Strips. Der Sinn von R. Buckminster Fullers
hingekrackelten Prolog hat sich mir zwar nicht erschlossen, doch
Hamples Vorwort ist äußerst aufschlussreich. Für
die Reproduktion der Comicstrips wurden die Originalzeichnungen
verwendet und diese kamen dann farbig zum Abdruck. Dadurch gibt
das Buch einen sehr lebendigen Einblick in Hamples Arbeitsweise
und hat zudem noch das Flair eines prachtvoll aufgemachten Ausstellungskataloges.
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