Comics zu Filmen sind in der Regel eine recht öde Angelegenheit und meist nur ein schlapper Abklatsch der auf Großbildleinwänden gezeigten potentiellen Blockbuster. Ausnahmen, wie etwa Sterankos Comic zum Sean Connery-Film "Outland", bestätigen die Regel.
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Marvel
hat sich nun zum Start des "X-Men"-Filmes
auch noch drei Prologe herausgebracht. Diese beschäftigen sich mit
den Figuren Magneto, Rogue und Wolverine (eine Kurzfassung dieses
Comics um den beliebtesten Mutanten wurde übrigens in den USA in
einer Auflage von drei Millionen Exemplaren durch die Spielzeugkette
"Toys R Us" an den Fan gebracht). Diese Vorspiele zum
Film sind teilweise grausam schlecht gezeichnet und erzählt, wurden
hierzulande aber trotzdem im Großformat veröffentlicht.
Die sehr viel besser gestaltete
Adaption den "X-Men"-Filmes hingegen erscheint im ganz
normalen Heftchen-Format und ist für alle Fans des Filmes und der
Comicserie höchst interessant. Da am Film noch bis zu letzt herumgebastelt
wurde, enthält der Comic Szenen, die so nicht auf der Leinwand zu
sehen sind. So beginnt der Comic zwar auch in einem polnischen Konzentrationslager,
doch dann geht es nach Kenia und die junge Storm wird von anderen
Kindern geärgert und verursacht einen Hagelsturm. Auch die Szene
in der Rogue einen Jungen küsst ist anders und spielt auf einer
Highschool-Tanzfete. Etwas später wird dann gezeigt, wie Wolverine
auf der Suche nach einer Frau in die kanadische Kneipe kommt und
dort auf Rogue trifft und nicht umgekehrt wie im Film.
So gibt es im Comic immer wieder kleine Momente, die so nicht im
Film zu sehen sind. Teilweise sind die Szenen im Comic gelungener
als in der Fassung, die nun im Kino zu sehen ist.
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