Der
Film:
In viereinhalbjähriger Arbeit realisierte der kalifornische Filmstudent
Shane Acker den 10-minütigen Animationsfilm “9“. Zuerst wollte
er Stop-Motion-Technik verwenden, doch dann arbeitete er sich in die
Computeranimation ein. Der Film spielt vor dem Hintergrund einer apokalyptischen
Welt und erzählt von den abenteuerlichen Erlebnissen einer aus Sackleinen
zusammengenähten Stoffpuppe.
“9“
wurde 2005 für den Kurzfilm-Oscar nominiert, was Tim Burton auf
den Film aufmerksam machte. Dieser sprang als Produzent für einen
abendfüllenden “9“-Kinofilm ein und ließ Shane Acker zusammen mit
der “Corpse Bride“-Drehbuchautorin
Pamela Pettler ein komplette Universum entwickeln, das Erklärungen
lieferte für die im Kurzfilm als geheimnisvoll belassenen Zustände.
Jetzt erlebt das “9“-Stoffmännchen seine Abenteuer vor
dem Hintergrund einer durch Amok laufende Maschinen komplett entvölkerten
Welt.
Wer
mag kann sich darüber aufregen, dass dem im Original ohne Dialoge
auskommenden Film auch durch den Einsatz von Hollywood-Stars wie
Elijah Wood oder Jennifer Connelly als Sprecher jeglicher Charme
ausgetrieben wurde. Doch obwohl einige aus Fantasy-Filmen bekannten
Klischees zum Einsatz kamen, ist der 80-minütige “9“ dennoch
– gerade für einen Trickfilm – ungewöhnlich düster geraten.
Dies schlug sich wohl auch darin nieder, dass er in unseren Kinos
kaum gezeigt wurde, obwohl der Film den Zuschauer in eine faszinierende
Welt eintauchen lässt.
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