Der
Film:
Eigentlich lebt Larry Gopnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Larrys Gattin verlangt plötzlich die Scheidung, sein Sohn schwänzt die Schule, die Tochter bestiehlt ihn und sein psychisch labiler Bruder hockt ständig auf seiner Couch. Zusätzlich gerät auch noch Larrys Karriere ins Trudeln...
Nach
dem morbid-brutalen “No Country for Old Men” und dem reichlich
albernen ““Burn
after reading”
schlagen die Coen Brothers in “A Serious Men“ deutlich
leisere Töne an. Sie verzichten auf den Einsatz von Stars und verarbeiten
wohl auch eigene Erfahrungen. Ihr Film erzählt vom schlichten Mittelklasse-Bürger
Larry Gopnik, dem langsam aber sich sein ganzes Leben um die Ohren
fliegt.
Parallel
dazu geht es noch um die Erlebnisse von Larrys 12-jährigem
Sohn Danny, der sich nur für Schallplatten und Drogen interessiert.
Als einzige Coen-typische Surreal-Einlage gibt es einen etwas seltsamen
Prolog in jiddischer Sprache, der in einem polnische Shtetl zu Beginn
des letzten Jahrhunderts spielt. Doch ansonsten ist – trotz eines
leicht nostalgischen Touch – Larrys Schlamassel erstaunlich lebensnah
in Szene gesetzt und ein allzu glückliches Ende verkneift sich
der Film daher auch. Die Moral der Geschicht´ wird gleich
zu Anfang des Filmes gereicht als es heißt: “Nimm in Einfachheit
alles hin, was Dir widerfährt."
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