Der
Film:
Vincent Drieu, der ausgebrannte Leiter einer Spezialeinheit der französischen
Polizei, wird in eine Inspektion ins südöstliche Kaff Saint-Merrieux
versetzt. Die dortigen Kollegen hausen in einem Revier, das aus Containern
besteht, haben den Glauben an das Gute verloren und warten nur noch
darauf, dass ihre Inspektion in wenigen Wochen aufgelöst wird. Doch
ausgerechnet in dieser trostlosen Gegend führt eine skrupellose Bande
einen ganz großen Coup durch...
Die
US-Vorbilder dieses französischen Polizei-Thrillers sind kaum zu
übersehen. Vincent Drieu ist wortkarg wie Dirty Harry,
hat Todessehnsucht wie der “stahlharte Profi“ Martin Riggs, trägt
schwarz wie Batman und teilt mit diesem auch seine Abneigung
gegenüber Schusswaffen. Wenn im Finale eine Bande von maskierten
Gesetzlosen das isoliert gelegene Polizeirevier stürmt wird unverkennbar
John Carpenters “Assault – Anschlag bei
Nacht" zitiert.
Doch
der Film übertreibt nur kurz am Anfang und am Ende im etwas zu plakativ
geratenen Baller-Finale, spielt ansonsten jedoch unverkennbar in
der französischen Realität. Richard Berry ("Waffenbrüder")
als Drieu ist eine äußerst sympathische Alternative zu US-Heroen.
Er ist agiert nicht nur glaubhaft als Härtetyp in der Belmondo-
oder Delon-Liga, sondern bringt auch eine ganz eigene Verletzlichkeit
mit in die Rolle mit ein. Es wirkt nie kitschig, wenn er sich um
ein Kätzchen kümmert oder seine schlappen Kollegen per Jogging durchs
Industriegebiet auf Vordermann bringt.
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