Flucht in die DDR

 

 

Filmtitel:

Damals in der DDR

Originaltitel:

-

Land, Jahr:

D 2003 - 2005

Regie:

Karsten Laske u. a.

Buch:

Karsten Laske u. a.

Produzent:

Gunnar Dedio, WDR, MDR

Musik:

Titelsong von Udo Lindenberg

Darsteller:

-

Website:

www.polyband.de und www.damals-in-der-ddr.de     



Der Film:
In 10 Teilen erzählt diese ARD-Dokumentation vom Anfang und vom Ende der DDR. Die Geschichte des Landes wird dabei ausnahmsweise einmal nicht (bzw. kaum) aus der Sicht von Spitzenpolitikern (die üblichen Verdächtigen wie Krenz, Wolf odr auch Schäuble kommen gar nicht zu Wort) und Prominenten (die Biermann-Ausbürgerung ist z. B. gar kein Thema) geschildert, sondern ganz normale Menschen schildern ihre Erlebnisse, die behutsam mit Schauspielern nachgestellt wurden.

 

    

 

 

So kommen Zeitzeugen wie z. B. Hildegard Kruse ausgiebig zu Wort. Diese verließ noch vor dem Mauerbau gemeinsam mit Mann und Tochter die DDR, weil dem Ehemann sonst die zwangsweise Zusammenarbeit mit der Stasi drohte. Die Tochter kehrte in die DDR zurück, heiratete und bekam Zwillinge. In Ostfriesland fehlte Frau Kruse die Freunde und Verwandten aber auch der Harz und Elbingerode. Sie versuchte immer wieder vergeblich eine Reisegenehmigung in die DDR zu bekommen. 1964 reiste sie illegal über die Grenze in den Osten zu gehen, über Grenzzäune, Sperranlagen und Minenfelder hinweg. Erst auf dem Rückweg wurde sie verhaftet, landete ein Jahr im DDR-Knast und danach wieder in der BRD. Trotzdem wurde sie freiwillig DDR-Bürgerin und lebt bis heute im geliebten Elbingerode.

 

Etwas verwunderlich an der Serie “Damals in der DDR“ ist, dass bereits nach fünf Episoden 40 Jahre DDR-Geschichte aufgearbeitet sind und die letzten fünf Teile sich sehr ausführlich mit den ohnehin schon ausgiebig dokumentierten Jahren 1989 und 1990 auseinandersetzen. Dies ist dadurch zu erklären, dass “Damals in der DDR“ zunächst als vierteilige Serie produziert wurde und wegen des großen Erfolges drei weitere Folgen nachgereicht wurden. Für die DVD-Veröffentlichung schließlich kamen noch zwei weitere Episoden hinzu, die sich mit der näheren Vergangenheit beschäftigten, während die vier ersten mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Folgen lediglich um den Prolog “Aufbruch in Trümmern – 1945 – 1949“ ergänzt wurden. Doch abgesehen von dieser etwas unglücklichen chronologischen Gewichtung ist die Serie ein ebenso interessantes wie lebendiges zeitgeschichtliches Panorama.

 


Die DVD:

Anbieter:

Polyband

Länge:

10 Episoden zu 44 min

Format:

16 : 9, anamorph

Sprachen und Ton:

Deutsch (Dolby 2.0)

Untertitel:

-

Ländercode:

2

Extras:

  • Making of (11:58 min)
  • Vier deleted Scenes (insgesamt 15:58 min)
  • Titelsong von Udo Lindenberg (2:07 min)
  • Outtakes (9:43 min)
  • Zwei Bildeergalerien (5:23 min + 1:35 min)


Mankos:

-

Fazit:
Ebenso
interessantes wie lebendiges zeitgeschichtliches Panorama auf einer DVD-Box mit interessanten Ergänzungsmaterial und drei neuen Folgen.

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