Der
Film:
In ausdrucksstarken blaustichigen Bildern beschwört “Daybreakers“
eine kalte futuristische Welt. Nach und nach wird klar, dass diese
nahezu komplett von Vampiren bevölkert wird, die durch rationierte
Blutzuteilungen ein Leben führen können, dass sich von dem unsrigen
nur in kleinen Details unterscheidet. Doch das durch höchst zweifelhafte
Methoden gewonnene menschliche Blut wird knapp und ohne dieses mutieren
die Vampire zu fledermausartigen Monstren.
Doch
nicht nur optisch kann “Daybreakers“ punkten, auch die
Besetzung ist exquisit. Ethan Hawke spielt einen Vampir-Wissenschaftler,
der verzweifelt an einem künstlichen Blut arbeitet um die Weltbevölkerung
weiterhin zu ernähren. Willem Dafoe verkörper mit vollem Einsatz
einen wieder zum Mensch gewordenen Ex-Vampir, der eine Heilmethode
anbietet. Sam Neill hingegen spielt einen Konzernchef, der möchte,
dass die Welt so bleibt wie sie ist.
Was
als unterkühlter futuristischer und (so weit dies mit Vampiren
möglich ist) auch leicht gesellschaftskritischer Thriller beginnt
und nicht nur durch den Hauptdarsteller Ethan Hawke an “Gattaca“
erinnert, wird im weiteren Verlauf immer mehr zu fröhlich-blutigem
Horror-Action-Trash. Unterhaltsam ist das Ganze allemal und die
in Deutschland geborenen australischen Spierig-Zwillinge könnten
aufgrund ihres bildgewaltigen wuchtigen Inszenierungsstils durchaus
die Wachowski-Brothers beerben.
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