Wo Ridley Scott klaute


 
Filmtitel: Der Untergang des römischen Reiches
Originaltitel: The Fall of the Roman Empire
Land, Jahr: USA 1964
Regie: Anthony Mann
Buch: Ben Barzman, Basilio Franchina, Philip Yordan
Produzent: Samuel Bronston
Musik: Dmitiri Tiomkin
Darsteller: Sophia Loren, Stephen Boyd, Alec Guinness, James Mason, Christopher Plummer, Anthony Quale, John Ireland, Mel Ferrer, Omar Sharif
Website: www.kochmedia.com  


Der Film:
Im Jahre 180 n. Chr. kämpft das römische Reich gegen die germanischen Barbaren. Der weise aber alterschwache römische Kaiser Marcus Aurelius (Alec Guiness) möchte nicht, dass sein machtbesessener Sohn Commodus
(Christopher Plummer) ihn beerbt. Statt dessen will er den zuverlässigen Militärtribun Livius (Stephen Boyd) zu seinem Nachfolger küren. Doch der Kaiser wird ermordet und sein Sohn tritt die Thronfolge an und führt Rom dem Untergang entgegen. In einem Gladiatoren-Duell auf Leben und Tod tritt Livius gegen den neuen unfähigen Kaiser an.
 
    
 

Nachdem der Produzent Samuel Bronston (“55 Tage in Peking“) 1961 mit dem in Spanien gedrehten Monumentalfilm “El Cid“ einen Riesenhit landete, wollte er dies wiederholen. Er versuchte erneut Charlton Heston und Sophia Loren anzuheuern, da diese sich nicht ausstehen konnten. Als Ersatz für Heston sprang Stephen Boyd, dessen Co-Star aus “Ben Hur“, ein, doch den besten Eindruck machte Alec Guinness als greiser friedfertiger römischer Kaiser. Wohl hauptsächlich weil “Der Untergang des römischen Reiches“ – schon bedingt durch seinen Titel – kein Happy End zu bieten hatte, wurde das Werk, trotz gewaltiger Bilder, zu einem Misserfolg.

Wer diesen Film heute sieht, wird sich recht häufig an Ridley Scotts "Gladiator" erinnert fühlen. Auch optisch kann "Der Untergang des römischen Reiches" durchaus bei dem 35 Jahre später entstandenen Film mithalten. Dem Westernregisseur Anthony Mann, der zuvor bei "Spartacus" gegen Stanley Kubrick ausgewechselt wurde, gelingen beeindruckende Monumental- und Actionszenen. Doch auch die zu friedfertigen Miteinander mahnende Geschichte geht in dem ganzen Aufwand nicht völlig unter.





Die DVD:
Anbieter: Koch Media
Länge: 178 min
Format: 2,35 : 1, anamorph
Sprachen und Ton: Englisch (Dolby 5.1) und Deutsch (Dolby 2.0)
Untertitel: Deutsch (für die nicht synchronisierten Szenen)
Ländercode: 2

Extras (teilweise auf einer zweiten DVD):
  • Audiokommentar von Bill Bronston und Samuel Bronstons Biograf Mel Martins, ohne deutsche Untertitel.

  • Deutscher Trailer (3:51 min) und US-Trailer (4:02 min)

  • "Rom in Madrid" (22:18 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln

  • "Die Dreharbeiten" (29:14 min)

  • "Der Aufstieg und der Untergang des Römischen Reiches" - Eine historische Analyse (10:59 min)

  • "Hollywood vs. History" (9:47 min)

  • Dimirti Toimkin" - Der Score für das Römische Imperium (20:04 min)

  • Zwei Bildergalerien (1:38 min und 0:48 min)

  • 11 Filmographien

  • In dem Kulissen des Filmes entstand seinerzeit "Back to Back" auch eine dreiteilige Reihe von Lehrfilmen der Enzyklopedia Britanica: Zu “Das Leben im alten Rom“ (12:58 min), Julius Cäsar (21:41 min) und Claudius (16:08 min) hierzu gibt zwei Einleitungen des damaligen Produzenten Bill Deneen (3:29 min + 2:32 min)

 


Mankos:

Zum Audiokommentar fehlen die deutschen Untertitel, der deutsche Ton ist nur in Stereo.

Fazit:
Einer der besseren Monumentalfilme erstmals in voller Länge und deutlich optimierter DVD-Präsentation.

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