Der
Film:
Im Jahre 180 n. Chr. kämpft das römische Reich gegen die germanischen
Barbaren. Der weise aber alterschwache römische Kaiser Marcus Aurelius
(Alec Guiness) möchte nicht, dass sein machtbesessener Sohn Commodus
(Christopher Plummer)
ihn beerbt.
Statt dessen will er den zuverlässigen Militärtribun Livius (Stephen
Boyd) zu seinem Nachfolger küren. Doch der Kaiser wird ermordet und
sein Sohn tritt die Thronfolge an und führt Rom dem Untergang entgegen.
In einem Gladiatoren-Duell auf Leben und Tod tritt Livius gegen den
neuen unfähigen Kaiser an.
Nachdem
der Produzent Samuel Bronston (“55
Tage in Peking“) 1961 mit dem in Spanien gedrehten Monumentalfilm
“El Cid“ einen Riesenhit landete, wollte er dies wiederholen.
Er versuchte erneut Charlton Heston und Sophia Loren anzuheuern,
da diese sich nicht ausstehen konnten. Als Ersatz für Heston
sprang Stephen Boyd, dessen Co-Star aus “Ben Hur“, ein,
doch den besten Eindruck machte Alec Guinness als greiser friedfertiger
römischer Kaiser. Wohl hauptsächlich weil “Der Untergang
des römischen Reiches“ – schon bedingt durch seinen Titel
– kein Happy End zu bieten hatte, wurde das Werk, trotz gewaltiger
Bilder, zu einem Misserfolg.
Wer
diesen Film heute sieht, wird sich recht häufig an Ridley Scotts
"Gladiator" erinnert
fühlen. Auch optisch kann "Der Untergang des römischen
Reiches" durchaus bei dem 35 Jahre später entstandenen
Film mithalten. Dem Westernregisseur Anthony Mann, der zuvor bei
"Spartacus" gegen
Stanley Kubrick ausgewechselt wurde, gelingen beeindruckende Monumental-
und Actionszenen. Doch auch die zu friedfertigen Miteinander mahnende
Geschichte geht in dem ganzen Aufwand nicht völlig unter.
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