Der Film:
In
einem entlegenen Sanatorium in den USA arbeitet der französische
Wissenschaftler Professor Roch an einem neuen Explosivstoff mit
ungeheurer Sprengkraft. Auf diese Entdeckung aufmerksam geworden,
entführt der zwielichtige Grafen d’Artigas den Professor und verschleppt
ihn und seinen Assistenten Simon Hart auf seine geheimnisvolle Insel
im Atlantischen Ozean.
“Die
Erfindung des Verderbens“ dürfte die werkgetreueste Verfilmung
eines Romans von Jules Verne sein. Dies bezieht sich allerdings
weniger auf das etwas satirische Drehbuch, das einige Spitzen gegen
Militarismus und nationalen Größenwahn abfeuert, die dem begeisterten
französischen Patrioten Verne wohl nicht so ganz geschmeckt hätten.
Doch
die Bilder mit denen der tschechische Trickpionier Karel Zeman (“Reise
in die Urwelt“) die Geschichte erzählt, erinnern an
jene Kupferstiche, die die Bücher Vernes illustrierten. Mit
allerlei Tricktechniken und sehr viel Phantasie hat Zeman diese
in Bewegung versetzt. Modelle, Zeichnungen, animierte Puppen, verfremdete
Filmaufnahmen, Zeichentrick und typengerecht ausgewählte Darsteller
ergeben ein Gesamtkunstwerk, das die meisten aufwändigen Jules-Vernes-Verfilmungen
ganz schön billig aussehen lässt.
Bei
Ostalgica sind weitere DVD mit Filmen von Zemans wie “Der
Schatz der Vogelinsel“ oder “Münchhausen“ erschienen,
während sein absolutes Meisterwerk “Auf
dem Kometen“ mittlerweile bei Icestorm vorliegt.
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