Der
Film:
Odysseus‘ List mit dem hölzernen Pferd hat den Griechen endlich Sieg
und Vernichtung der Stadt Troja eingebracht. Doch der Eroberer zahlt
einen hohen Preis für seine Überheblichkeit den Göttern gegenüber.
Deren kollektiver Fluch verdammt ihn zu einer Odyssee über die Weltmeere,
wobei er viele Gefahren zu bestehen hat. Odysseus kämpft gegen einen
einäugigen Zyklopen, widersteht der Zauberin Zirze und entkommt dem
verführerischen Gesang der Sirenen. Bis in die Unterwelt muss er hinabsteigen,
damit die Götter sich endlich seiner erbarmen und ihn in seine Heimat
Ithaka zurückkehren lassen. Hier muss er sein letztes Abenteuer bestehen.
Wird er seine Nebenbuhler bei einem Wettkampf im Bogenschiessen besiegen
und die Liebe seiner Frau Penelope zurückgewinnen?
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Wer
hier einen Monumentalfilm im
Stile von "Die Fahrten
des Odysseus",
den Dino De Laurentiis 1954
produzierte, erwartet
dürfte zunächst etwas enttäuscht sein. Sehr ausführlich
und eher im Stile einer Theateraufführung erzählt die
Miniserie zunächst von der einsamen Penelope, die in Ithaka
hofft, dass ihr Mann Odysseus noch lebt und sich zahlreicher Freier
erwähren muss.
Doch
nach einer gewissen Anlaufzeit wird doch noch ein gehöriges
Maß an Abenteuerlichkeit geboten. So steuerte der italienische
Trivial-Meister Mario Bava (“Die
Stunde wenn Dracula kommt“) eine recht atmosphärische Zyklopen-Blendung
bei. Für etwas erotische Spannung sorgen Irene Papas (“Alexis
Sorbas“) und das spätere Bond-Girl Barbara Bach (“Der
Spion, der mich liebte“). Wer sich auf die über vierstündige
Serie einlässt, bekommt nicht nur eine gute Zusammenfassung
von Homers “Odyssee“ sondern auch einen deutlich besseren Geschichtsunterricht
als in Wolfgang Petersens “Troja“
geboten.
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