Rotlicht-Vampir

 

 

Filmtitel:

Dracula

Originaltitel:

Dracula

Land, Jahr:

USA, GBR 1979

Regie:

John Badham

Buch:

W.D. Richter nach dem Roman von Bram Stoker

Produzent:

Marvin Mirisch, Walter Mirisch, Tom Pevsner

Musik:

John Williams

Darsteller:

Frank Langella, Laurence Olivier, Donald Pleasence, Kate Nelligan, Trevor Eve, Jan Francis, Janine Duvitski, Tony Haygarth, Teddy Turner, Sylvester McCoy, Kristine Howarth

Website:

www.winklerfilm.de     



Der Film:
Nachdem Frank Langella (“Frost/Nixon“) große Erfolge in einer Bühnenversion von Bram Stokers Roman “Dracula“ feierte, qualifizierte er sich für eine Neuverfilmung des Universal- Klassikers mit Bela Lugosi. Während im Theaterstück die Kulissen vom Karikaturisten Edward Gorey entworfen wurden, entstanden die künstlich auf blass getrimmten Filmaufnahmen in England, also “vor Ort“. Die imposanten Innenräume Graf Draculas Schloss wurden von den Bauten des bayrischen “Märchenkönigs“ Ludwig II inspiriert.

 

    

 


Die Regie übernahm John Badham, der zuvor gerade große Erfolge mit “Saturday Night Fever“ gefeiert hatte. Badham mietete für eine exzessive Liebesszene zwischen Graf Dracula und der Hauptdarstellerin Kate Nelligan die gewaltige Lichtanlage der Band “The Who“ an und badete die Darsteller in flirrendem roten Licht. Einige Kritiker meinten hier wäre mit dem Regisseur wohl erneut das Diskofieber durchgegangen. Etwas befremdlich war auch, dass der Film ausschließlich in England (und nicht in Transsylvanien spielt) und es gegenüber Stokers Roman ein paar nicht wirklich nötige Umbenennungen gab (so wurden die Namen der weiblichen Hauptfiguren Lucy und Mina ausgetauscht und Letztere ist nun auch noch die Tochter von Professor Van Helsing).

 

Doch insgesamt gelang Badham ein stilvoller wild romantischer Horrorschocker. Langella ist sowohl elegant als auch bedrohlich und hat es nicht nötig spitze Eckzähne zu zeigen um als Vampir durchzugehen. Laurence Olivier, der sich für seine Rolle eigens einen holländischen Akzent antrainierte, ist als Van Helsing eine Traumbesetzung und die Musik ist bei Maestro John Williams natürlich in den allerbesten Händen. Möglicherweise weil sich zeitgleich die Parodie “Liebe auf den ersten Biss“ mit George Hamilton erfolgreich über den Vampir-Mythos lustig machte, war “Dracula“ nicht der ganz große Kinohit. Daher hat es auch etwas gedauert, bis eine DVD-Edition erscheint. Doch diese kann mit einer hochinteressanten neu produzierten Dokumentation und einem hörenswerten Audiokommentar von Badham punkten.


Die DVD:

Anbieter:

Winkler Film

Länge:

105 min

Format:

16 : 9, anamorph

Sprachen und Ton:

Deutsch und Englisch (Dolby 2.0)

Untertitel:

Deutsch und Englisch

Ländercode:

2

Extras:

  • Audiokommentar von Regisseur John Badham
  • Making-Of (39:10 min)
  • Galerie mit 15 Bildern und Entwurfszeichnungen


Mankos:

-

Fazit:
Äußerst stilvolle Dracula-Verfilmung in sehr guter DVD-Präsentation.

 

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