Die
Serie:
Lilli Lemcke ist mit sich und ihrem Leben rundum zufrieden: Sie hat
einen Mann, der sie liebt, zwei gesunde Kinder und eine Arbeit als
Schweißerin, die ihr Spaß macht. Dieses Glück wird jäh bedroht,
als unerwartet ihr Arbeitgeber das Aus der Wetzmann Werke verkündet.
Nicht nur sie und ihre drei besten Freundinnen, Bärbel Dubois, Yvonne
Kurz und Melanie Weber, würden den Arbeitsplatz verlieren, sondern
ganz Dorach wäre von der Schließung des Unternehmens betroffen. Angeführt
von Lilli, nehmen die Frauen einen Kampf auf, der schon bald ihrer
aller Leben komplett auf den Kopf stellen wird...
Mit
“Eine für alle“ hat die ARD nach “Rote Rosen“,
“Sturm der Liebe“, “Verbotene Liebe“ und “Marienhof“
eine fünfte Serie produziert, die werktäglich im Vorabendprogramm
ausgestrahlt wird. Die Plakatwerbung zur Serie mit weiblichen Schweißern
und dem Slogan “Frauen können’s besser“ rief Männerrechtler
auf den Plan, die sich diskriminiert fühlten.
Nach
einem äußerst spannend erzählten Pilotfilm sah es
eine Weile so aus, als wenn die realitätsnahe Darstellung eines
vom Bankrott bedrohten kleinstädtischen Betriebes immer mehr
von Herzschmerzelementen in den Hintergrund gedrängt wurde.
Doch insgesamt ist “Eine für alle“ als ansprechend
produzierte und besetzte Serie eine Art proletarische Version von
"Dallas". Zudem ist
die herb-sympathische Katharina Schubert als Lilli Lemcke ein angenehmes
und erdverbundenes Gegenstück zu den ähnlich gelagerten
Rollen die in letzter Zeit von Uschi Glas verkörpert wurden.
|