Der
Film:
1962 erfand der große Comicautor René Goscinny gemeinsam mit dem Zeichner
Jean Tabary die Serie “Die Abenteuer des Kalifen Harun al-Pussah“.
Hauptfigur war jedoch der Großwesir Isnogud, der so gerne
Kalif anstelle des Kalifen wäre. In zahllosen meist kürzeren Geschichten
wird erzählt, wie tausendundein Putschversuch immer wieder grandios
scheitern. Beim Ehapa Verlag liegt mittlerweile eine schön
aufgemachte Gesamtausgabe der Comicreihe
vor.
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Für eine Realverfilmung war lange
Zeit Louis de Funès als Isnogud im Gespräch, der als kleinwüchsiger
Wüterich in der Tat die Idealbesetzung gewesen wäre. Stattdessen
entstand 2005 in Frankreich ein aufwändiger “Isnogud“-Film
mit dem Comedian Michaël Youn in der Titelrolle. Dieser spielte
danach den Billy the Kid in einem neuen “Lucky Luke“-Realfilm
und passt durch seine eher schlaksige Statur nur bedingt zur Rolle
des Isnogud, Immerhin kriegt er die Wutausbrüche ganz
gut gebacken, während Arno Chevrier als Mietsklave Tunichgut
und vor allem Jacques Villeret als rundlicher Kalif Harun al-Pussah
ihren Comicvorbildern durchaus ähneln.
Um auf Spielfilmlänge zu kommen,
wurden noch Liebesgeschichten und Musicaleinlagen eingebaut. Dies
geriet manchmal etwas albern, ist jedoch keine völlig Katastrophe
wie die Realfilme “Die Daltons
gegen Lucky Luke“ oder “Asterix
bei den Olympischen Spielen“. Da der große Kinoerfolg
in Frankreich ausblieb, erlebte der schön ausgestattete Film
beim uns erst vier Jahre später im Privatfernsehen und danach
auf DVD seine Premiere. Für die deutsche Synchronisation konnten
große Namen gewonnen werden: Rick Kavanian, Rüdiger Hoffmann,
Cosma-Shiva Hagen, Christian Tramitz und Badesalz.
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