Der
Film:
China
1937: In der damaligen Hauptstadt Nanking leitet der Hamburger John
Rabe die Siemens-Niederlassung. Als die japanische Armee in China
einfällt und mit unvorstellbarer Brutalität gegen die Zivilbevölkerung
vorgeht, verlassen die meisten Ausländer in Panik die Stadt. Doch
John Rabe bleibt und setzt zusammen mit einer kleinen Gruppe internationaler
Geschäftsleute, Ärzte und Missionar unter größter persönlicher Gefahr
(und teilweise buchstäblich unter der Hakenkreuzflagge) eine Schutzzone
für Zivilisten durch in der 250.000 Menschen überleben.
Aus
dieser ebenso hochinteressanten wie wahren Geschichte machte Florian
Gallenberger, der 1999 den Oscar für seinen Kurzfilm “Quiero
Ser“ erhielt, einen leider etwas durchwachsenen Film. Optisch
wirkt “John Rabe“ eine Großproduktion aus Hollywood,
doch das Zusammenspiel der internationalen Besetzung wirkt oft etwas
hölzern (und besonders peinlich in den schlecht synchronisierten
Auftritten von Steve Buscemi).
Über jeden Zweifel erhaben
ist jedoch Ulrich Tukur, der die Titelrolle glaubhaft als Durchschnittsmenschen
spielt, der plötzlich zu einem unheroischen Helden wird. Leider
verliert der Film allzu oft vor lauter Nebenhandlungen seine Hauptfigur
(und dessen Motivation) aus den Augen. Doch “John Rabe“
hat auch zahlreiche großartig in Szene gesetzte Momente und macht
auf alle Fälle neugierig auf die wahre Geschichte hinter diesem
Film.
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