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Der
Film:
Bei einem spektakulären Kunstraub wird aus einem Pariser Museum ein wertvoller Van Gogh gestohlen. Der reiche englische Kunstsammler Holoway scheint verdächtig, bis er eines Tages tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden wird. Als Maigret herausfindet, dass der Mord an Holoway gar nichts mit dem Kunstraub zu tun hat, bahnt sich eine Lösung in diesem schwierigen Fall an.
Nachdem sich Heinz Rühmann im westdeutschen Nachkriegskino bereits
zweimal als G. K. Chesterton englischer Pater
Brown aufgetreten war, war es nicht allzu abwegig ihn auch
einmal als französischen Kommissar Maigret einzusetzen, zumal
der Darsteller diese Figur sehr schätzte. Es fängt auch recht
lustig an, wenn am Tatort ein Museumswächter zu Maigret/Rühmann
sagt, dass “hier normalerweise nicht geraucht wird“ und
dieser Helmut-Schmidt-mäßig entgegnet: “Hier wird normalerweise
aber auch niemand ermordet!"
Doch das Resultat ist ganz gewiss nicht – wie der Titel verspricht – der “größte Fall“ von Georges Simenons Kriminalisten. Vielmehr erinnert der Film an die gleichzeitig entstandene Edgar-Wallace-Reihe, schon durch die Mitarbeit von Darstellern wie Günther Stoll oder Eddi Arent, der seltsamerweise synchronisiert wurde und mit fremder Zunge spricht.
Abgesehen von dem äußerst charmanten Soundtrack von Erwin Halletz
hat “Maigret und sein größter Fall“ nicht allzu viel
Pariser Flair vorzuweisen, was auch daran liegt, dass in Wien
gedreht wurde und ein Großteil der Story in der Schweiz spielt.
Höchstwahrscheinlich qualifizierte sich Drehbuchautor Herbert
Reinecker durch diesen Film dafür um anschließend mit “Der
Kommissar“ den Prototyp des deutschen TV-Polizisten zu
kreieren.
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