Der
Film:
Jimmy McGovern, der Schöpfer der britischen Kultserie “Für
alle Fälle Fitz“ schildert in diesem BBC-Zweiteiler
das Leben von Maria Stuart und ihrem Sohn James I. von England und
Schottland. Dabei geriet der erste Teil sehr viel mitreißender. Hier
wird erzählt, wie die junge Maria Stuart 1561 nach wohlbehüteten Jahren
in Frankreich als Königin nach Schottland zurück. Der Katholikin fällt
es nicht eben leicht ihre protestantischen Untertanen zu regieren.
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Clemence Poesy (Fleur Delacour
in “Harry Potter und der
Feuerkelch“) überzeugt als unerfahrene aber energische
Monarchin. Richtig zu Herzen geht ihre leidenschaftliche Beziehung
zum Earl of Bothwell, den Kevin McKidd, der Hauptdarsteller der
HBO-Serie “Rom“ als rauen Gesellen aber aufrechten
Gefolgsmann der jungen schöngeistigen Königin spielt. Höhepunkt
der Serie ist es, wenn diese beiden unterschiedlichen Temperamente
in einem Zelt in einer leidenschaftlichen Liebesnacht endlich zusammenfinden.
Dass dies alles andere als ein Happy End ist, tut der wild romantischen
Beziehung nicht nur keinen Abbruch sondern macht sie äußerst
realitätsnah.
Im zweiten Teil steht Maria Stuarts
Sohn James im Zentrum des blutigen Geschehenssprechen und die Darsteller
sprechen etwas unmotiviert immer wieder direkt die Zuschauer an.
Der Starschauspieler Robert Carlyle, der nach “Trainspotting“
und “Ganz oder gar nicht“ allerlei seltsame Rollen annahm
(man denke an seine Auftritte in “24: Redemption“, “Stargate
Universe“ oder seinen seltsamen Bond-Schurken in "Die
Welt ist nicht genug" aber auch an die Titelrolle
in “Hitler – Der Aufstieg des Bösen") verkörpert
den König angemessen psychopathisch. Gleichzeitig geht es noch
um jenen legendären Anschlag den Guy Fawkes (Michael Fassbender)
auf das britische Parlament ausübte. Dieser scheiterte zwar,
löste aber immerhin einen britischen Feiertag aus und inspirierte
den Comicklassiker “V
wie Vendetta“.
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