Der Film:
Mit Bergsteigen im Kino ist es ein wenig so wie mit dem Fußball oder anderen Sportarten. Was für den aktiven Sportler spannend ist, langweilt auf der Leinwand. In dieser Hinsicht gelang Joseph Vilsmaier, dem Experten des modernen Heimatfilms, ein durchaus spannendes Stück Kino. Mit teilweise entfesselter Kamera in Szene gesetzt wechselt der Film zwischen dramatischen Kraxeleien, Rückblenden und der Darstellung der Rivalitäten zwischen den unterschiedlich motivierten Bergsteigern.
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Erzählt wird von den Brüdern Reinhold und Günther Messner, die sich bereits als Kinder das Ziel, irgendwann den Nanga Parbat, den über 8000 Meter hohen "nackten Berg" im Himalaya, zu besteigen. Im Jahre 1970 ist es für die damals 25 und 23 Jahre alten Brüder dann soweit. Unter der Führung des Expetitionsleiters Dr. Karl Maria Herrligkoffer will eine Elite internationaler Bergsteiger den Gipfel erobern. Die Route führt über die gefährliche Rupalwand, die höchste Steilwand der Erde und nur einer der Brüder kehrt von der Gipfelbesteigung zurück.
Der
so weit wie möglich an Originalschauplätzen gedrehte Film erzählt
die Geschichte hauptsächlich aus der nicht unumstrittenen Sicht
von Reinhold Messner, der Vilsmaier als Berater zur Seite stand.
Daher geriet die Darstellung des Bergsteiger-Veterans Herrligkoffer,
mit dem sich Messner nach dem Tode seines Bruders nie wieder versöhnt
hat, etwas arg tendenziös. Die Darstellung von Karl Markovics in
dieser Rolle erinnert teilweise an eine Hitler-Karikatur. Doch insgesamt
ist “Nanga Parbat"
ein fesselnder Bergfilm.
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