Der Bademeister als Härtetyp


 
Filmtitel: Nick Fury: Agent of S.H.I.E.L.D.
Originaltitel: -
Land, Jahr: USA 1998
Regie: Rod Hardy
Buch: David S. Goyer
Produzent: Avi Arad, Matthew Edelman, Tarquin Gotch, Stan Lee, Bob Lemchen, David Roessell
Musik: Kevin Kiner, Gary Lionelli
Darsteller: David Hasselhoff, Lisa Rinna, Sandra Hess, Neil Roberts, Gary Chalk
Website: www.foxhome.de


Der Film:
Nick Fury debütierte 1963 als II. Weltkriegs-Held in der Serie Sgt. Fury and his Howling Comandos. Schon zwei Jahre später wurde er von Stan Lee und Jack Kirby zum Colonel befördert und als Konkurrent zu James Bond aufgebaut. Er leitete nun eine Geheimdienstorganisation namens S.H.I.E.L.D. (= Supreme Headquarters International Law-Enforcement Devision). Nick Fury hatte seine größten Erfolge Ende der sechziger Jahre als Jim Steranko der Serie ein atemberaubendes Outfit verpasste. In den siebziger, achtziger uns neunziger Jahren tat er sich etwas schwer. 2002 ließen der Autor Mark Millar und der Zeichner Bryan Hitch Nick Fury wie Samuel L. Jackson aussehen, ein Casting-Vorschlag, der im Kino gerade dankend aufgegriffen wurde.
 
    
 

Doch kam irgendjemand auf die zunächst ziemlich bescheuert anmutende Idee David Hasselhoff als augenbeklappten Nick Fury zu besetzen. Doch der Bademeister, der auch schon gerne mal sein Auto vollquatscht oder Halbwüchsigen den Elvis vorspielt, machte keine schlechte Figur in dieser überraschend gelungenen TV-Produktion des Fox-Networks. Neben einem seltsamerweise überhaupt nicht nervenden Hasselhoff gibt es einiges zu sehen, so z. B. die S.H.I.E.L.D.-Zentrale, einen hoch in den Lüften schwebenden Flugzeugträger, oder einige ziemlich verzweifelt mit deutschen Akzent sprechende Schurken, die Manhattan vergiften wollen. Hier dient übrigens genau wie in den Comics um Sgt. Fury and his Howling Comandos und später auch bei Nick Fury, Agent of S.H.I.E.L.D. ein gewisser Baron Wolfgang von Strucker als Gegner, der einer Organisation namens Hydra (Symbol: Ein Totenkopf mit Krakententakeln) vorsteht.

Der von David Goyer (“Blade“, “The Dark Knight“) geschriebene TV-Film setzt gleich von Anfang an auf Tempo, vermeidet jegliche fernseh-übliche Betulichkeit und lässt Hasselhoff/Fury auch noch reichlich Zigarren paffen, während bei Lucky Luke einige Jahre zuvor die Fluppe zwecks US-Kompatibilität durch einen Strohhalm ersetzt werden musste. Der Film liegt bisher nur in den USA als DVD vor, ist dort aber bereits vergriffen, da er nur über die Videotheken-Kette Best Buy vertrieben wurde.



Die DVD:
Anbieter: Fox USA
Länge: 90 min
Format: Vollbild
Sprachen und Ton: Englisch und Spanisch (Dolby 2.0)
Untertitel: Englisch und Spanisch
Ländercode: 1

Extras:

 


Mankos:

-

Fazit:
David Hasselhoff macht eine erstaunlich gute Figur als Härtetyp Nick Fury.

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