Der
Film:
Das Oktoberfest lockt jedes Jahr Millionen von Besuchern aus aller
Welt nach München. Am letzten Tag des zweiwöchigen Treibens begegnen
sich in Bierzelten und zwischen Fahrgeschäften die unterschiedlichsten
Menschen verschiedenster Nationalitäten, verlieren sich und finden
sich wieder. Darunter eine Festzeltbedienung, ein Wiesn-Musikant,
Italiener beim Junggesellenabschied, eine nicht mehr ganz heile Münchner
Familie, ein japanisches Touristenpaar auf Hochzeitsreise, zwei Hamburger
Freundinnen und eine Schaustellerfamilie…
Wer
sich die DVD-Hülle genau ansieht, wird feststellen, dass auch das
“Oktoberfest München“ dies Filmprojekt unterstützt hat. Daher ist
nicht zu erwarten, dass mit dieser Massenveranstaltung ähnlich kritisch
(und einseitig) umgegangen wird, wie im alljährlichen “Spiegel TV“-Bericht,
der nur allzu gerne haufenweise kotzende Suffköppe zeigt, die rechtsradikales
Zeug labbern. Doch ein Werbefilm ist es auch nicht gerade geworden.
Anhand
von ineinander greifenden Einzelschicksalen wird durchaus realitätsnah
gezeigt, dass die Wiesn für die Dienstleister oft absolute Knochenarbeit
bedeutet und für die Besucher auch manche menschliche Enttäuschung
bereithält. Basierend auf einem Hörspielprojekt gelang dem Dokumentarfilmer
Johannes Brunner (“Rivers and Tides“) ein spannendes Spielfilmdebüt,
das dem größten Volksfest der Welt durchaus gerecht wird.
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