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Der
Film:
Als Leiter des "Back Office" muss sich der idealistische
Pater Nicholas täglich um alles Organisatorische in Popetown
kümmern. Da sind der 77-jährige, exzentrische Papst,
der den Charme eines unausstehlichen Siebenjährigen versprüht,
sowie die zwielichtigen, geldgeilen Kardinäle, die Nicholas
das Leben schwer machen. Und auch Schwester Marie ist eher sonderlich
als sonderlich hilfreich. Dennoch: Optimist und Menschenfreund
Nicholas versucht jeden Morgen auf ein Neues, Gutes zu tun - Versteckenspielen
und Badestunden mit dem Papst eingeschlossen.
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In Deutschland erregte die MTV-Werbekampagne zu “Popetown“ mehr Aufsehen
als die dann ausgestrahlte Zeichentrickserie. Während sich
die Kampagne gezielt über Jesus lustig machte, der lieber
“lachen statt rumhängen“ solle, verkneift sich die Serie
Humorspitzen gegen Glaubensdinge. Die Satire richtet sich ausschließlich
gegen pompöse oder infantile kirchliche Würdenträger,
wie die drei Kardinäle, die es nicht verkraften, dass Popetown
nicht so reich wie Oprah (oder wenn die Anzeigetafel mal wieder
spinnt wie “The Third Reich“) ist.
Ursprünglich wollte die BBC “Popetown“ produzieren,
doch der Sender stieg nach Protesten der katholischen Kirche aus
und die Serie wurde erstmals in Neuseeland ausgestrahlt. Insgesamt
überzeugt “Popetown“ formal durchaus, mit seinem Realfilmvorspann,
dem klaren Figurendesign und den aufwändig am Computer animierten
Hintergründen, die eine Art knuffig-verspielte Version des
Vatikans zeigen. Der Humor hingegen ist eher Glückssache
(Beatles als Bienen, ein jüdischer Komiker als Papst-Double)
und meist sehr weit davon entfernt wirklich provokant zu sein.
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