Der
Film:
Mitte des 19.Jahrhunderts bricht der schlagkräftige Geologe Theodore
Lytton gemeinsam mit seinem Neffen Jonas nach Neuseeland auf um den
verschollenen Caspar Hastings aufzuspüren. Unangekündigt
schließt sich dessen Ehefrau Alice der Expedition hat, die schließlich
in einer unterirdischen prähistorischen Welt in der Nähe
des Erdmittelpunkts landet. Dort spielt sich Hastings als Herrscher
über ein Volk von Höhlenmenschen auf und gefährliche
Kreaturen bedrohen die Abenteurer.
Der Roman “Die
Reise zum Mittelpunkt der Erde“ ist schon deshalb bemerkenswert,
weil seine Hauptfigur Prof. Otto Lindenbrock eine der wenigen halbwegs
positiv geschilderten deutschen Figuren im Schaffen von Jules Verne
ist. Abgesehen von einer spanischen Verfilmung von 1976 hat das
Kino darauf wenig Rücksicht genommen. James Mason war 1959
ein schottischer Professor Oliver Lindenbrook und Treat Williams
hatte 1999 in diesem TV-Zweiteiler als Theodore Lytton einen völlig
anderen Background.
Auch
ansonsten nimmt sich diese Version reichlich Freiheiten und verlagert
den Hauptteil der Geschichte von Island zum Drehort Neuseeland.
Die unterirdische Welt hat auch nicht viel mit Vernes Roman gemein
und erinnert eher an dem auf Büchern vom “Tarzan“-Autor Edgar
Rice Burroughs beruhenden britischen Trashklassiker “Der
sechste Kontinent“. Doch insgesamt bietet dieser auch nicht
mit Herzschmerz und Selbstironie nicht geizende gut besetzte TV-Film
beste Unterhaltung.
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