Band of Marines


 
Filmtitel: The Pacific
Originaltitel: The Pacific
Land, Jahr: USA 2010
Regie: Tim Van Patten, David Nutter, Jeremy Podeswa, Graham Yost, Carl Franklin
Buch: Robert Leckie, Eugene Sledge, Chuck Tatum, Bruce C. McKenna
Produzent: Todd London, Steve Shareshian, Cherylanne Martin, Tom Hanks, Steven Spielberg
Musik: Blake Neely, Geoff Zanelli, Hans Zimmer
Darsteller: James Badge Dale, William Sadler, Joseph Mazzello, Ashton Holmes, Jon Seda, Isabel Lucas, Cariba Heine, Jacob Pitts
Website: www.warnerbros.de      


Die Serie:
Wenn in der letzten der 10 Episoden von “The Pacific“ einer der US-Marines, die im Zentrum dieser Serie stehen, aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrt, braucht er für seine Taxifahrt vom Bahnhof zum Elternhaus nicht zu bezahlen. Der Taxifahrer war auch Kriegsteilnehmer allerdings “nur“ in Europa und hatte zumindest “einige schöne Tage in Paris und London“, während der Krieg in Pazifik gegen die Japaner "die reine Hölle" war.
 
    
 

Die mit einem Budget von über 150 Millionen Dollar hauptsächlich in Australien gedrehte HBO-Serie “The Pacific“ ist eine Art Fortsetzung von “Band of Brothers“ einer ebenfalls von Steven Spielberg und Tom Hanks produzierten TV-Version von “Der Soldat Ryan“ über den 2. Weltkrieg in Zentraleuropa aus US-Sicht. Doch obwohl der Krieg im Pazifik für die US-Soldaten vielleicht wirklich die härtere Nummer war, ist “The Pacific“ im Vergleich zum erdig- dreckigen Stil von “Band of Brothers“ eine deutlich softere Serie, die so wirkt als wäre sie in den Fünfziger Jahren entstanden.

Zwar werden auch hier sehr ausführlich Gefechtssituationen mit allerlei brutalen Härten gezeigt, doch es gibt auch romantische Love Stories, die manchmal sogar gut ausgehen, sowie einige heitere fast schon satirische Berichte von der US-Heimatfront. Obwohl die Drehbücher sich sehr nah an den tatsächlichen Erlebnissen einiger US-Marines orientierten, wirkt “The Pacific“ wie die teilweise ganz schön kitschige Geschichte einiger junger Männer, die frohgemut in den Krieg ziehen und – sofern sie in ihre Heimat zurückkehren – zu besseren Menschen herangereift sind. Das Leid von Kriegsversehrten und die Schwierigkeiten der Soldaten sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern werden nahezu komplett ausgeklammert.

Doch da jede Episode einen anderen Tonfall anschlägt und fast schon ein kleiner Spielfilm für sich ist (was sich auch in den sehr langen Vor- und Abspännen niederschlägt), ist “The Pacific“ als Kriegsserie deutlich vielschichtiger als “Band of Brothers“. Schon durch die aufwändige Inszenierung, die beeindruckenden Bilder und die sympathischen unverbrauchten Darsteller (allen voran James Badge Dale) ist die Serie unbedingt sehenswert.





Die DVD:
Anbieter: Warner
Länge: 10 Episoden zu je 45 min auf 5 DVDs oder Blu-rays
Format: 16 : 9,anamorph
Sprachen und Ton: Deutsch und Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Ländercode: 2

Extras (auf einer sechsten DVD):
  • Making Of (22:35 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln

  • Anatomie des Pazifikkrieges (9:59 min)
  • Profile der Soldaten (48:31 min)

     


Mankos:

Für 10 Episoden und etwas Bonusmaterial sind nicht unbedingt 6 DVDs oder Blu-rays nötig.

Fazit:
Aufwändig produzierte Kriegsserie in aufwändig produzierten Tin-Boxen.

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