Der
Film:
Der schwedische Star-Dirigent Daniel Dareus bricht auf offener Bühne
zusammen. Er lässt die weite Welt hinter sich und kehrt in sein
abgelegenes schwedisches Heimatdorf zurück und zieht in sein
altes Schulhaus. An seine dortige Kindheit hat er nicht nur gute Erinnerungen.
Trotzdem beginnt er einen äußerst gemischten Kirchenchor
aus Laien zu proben und erzielt beachtliche Erfolge. Das und seine
(erwiderte) Liebe zur hübschen blonden Lena rufen jedoch auch
Neider auf den Plan.
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Normalerweise
laufen österreichische Filme nur in Süddeutschland einigermaßen
erfolgreich und skandinavische Kinowerke wollen nur die Menschen
im Norden sehen. Daher verwundert es wenn ein schwedischer Film
monatelang (!) erfolgreich in München (!!) gezeigt wird und
bundesweit mehr als eine Million Zuschauer (!!!) erreichte. Auch
den skeptischsten Zuschauer dürfte “Wie im Himmel“ schon nach
wenigen Minuten gefesselt haben.
Dies liegt zunächst am Hauptdarsteller Michael Nyqvist (“Der
Typ vom Grab nebenan“), der den Star-Dirigent im Jugendexil
in seiner Mischung aus Verletzlichkeit und schierer Energie spielt.
Doch auch der Kirchenchor und die übrige Dorfgemeinschaft ist
bevölkert mit plastischen unvergesslichen Charakteren, die
selten nur “gut“ oder “böse“ sind. Auch die Vor- und Nachteile
einer kleinen Gemeinde werden plastisch vor Augen geführt.
Der Film liefert ein Beispiel dafür, dass es oft sinnvoller
ist mit Gleichgesinnten beisammen zu sein als seine Probleme zum
Psychiater zu tragen. “Wie im Himmel“ ist jedoch kein Lehrstück
und auch trockenes Werk mit Chorgesang, sondern einer der anrührendsten,
mitreißendsten und menschlichsten Filme der letzten Jahre.
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