Nach dem
liebevoll umgesetzten – aber leider nicht allzu erfolgreichen – Zeichentrickfilm
“Asterix und die Wikinger“
folgt ist der elfte Kinoabenteuer der Gallier wieder ein Realfilm
mit Gérard Depardieu. Dieser spielte den Obelix bereits in
“Asterix & Obelix
gegen Caesar“ sowie in “Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“.
Asterix wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis
Cornillac an, der bereits im Film “Sky Fighters“ eine Comicfigur verkörperte.
Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht
ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt
ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (“Alice“-Aushängeschild
Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus
ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen
Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von
Asterix und Obelix unterstützt...
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Leider
wurde das Comicalbum “Asterix bei den Olympischen Spielen“ nicht
nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt,
sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche
Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft.
So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier
Benoit Poelvoorde (“Mann beisst Hund“) gespielte Brutus zusätzlich
auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“
Herbig als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe
bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als
Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen
Jean-Pierre Cassel (“Die
tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“), für
den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.
Auch in Sachen Ausstattung kann “Asterix bei den Olympischen Spielen“
durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten
haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien
eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus
spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde.
Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender
Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann
allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige
Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft)
zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi
in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen
Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte
in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist “Asterix
bei den Olympischen Spielen“ eigentlich immer nur dann wenn der
Film nahe bei der Comicvorlage bleibt.
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