Das waren noch Zeiten als Inspektor
Columbo in den Siebziger Jahren den Täter in letzter Minute mit einem
irrsinnig cleveren Dreh entlarvte. Columbo ermittelte zwar weiter
aber die Fälle und vor allem die Schlusspointen stammten leider meist
vom Fließband. “Das perfekte Verbrechen“ hingegen hat am Ende tatsächlich
einen jener magischen “Columbo“-Momente. Produzent Charles Weinstein
meint hierzu: “Wir wollten nicht mit irgendeiner sinnlosen Autoverfolgungsjagd
enden oder mit einem Kampf auf Leben und Tod an einem verlassenen
Pier.“
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“Das perfekte Verbrechen“ wird von
Ted Crawford (Anthony Hopkins) begangen. Der schwerreiche Experte
für Flugsicherheit bringt seine untreue Ehefrau kaltblütig
um. Er lässt sich lächelnd verhaften und dies auch noch
von jenem Polizisten, der ihn zuvor mit seiner Frau betrogen hat.
Crawford kann nur schwerlich überführt werden, da keine
Mordwaffe aufzutreiben ist. Den Fall übernimmt ziemlich widerwillig
Willy Beachum (Ryan Gosling), der das Büro des Staatsanwalts
eigentlich schon in Richtung Großkanzlei und Karriere verlassen
hat. Crawford und Beachum sind sich sofort herzlich unsympathisch
und der Mörder spielt vom Knast aus ein böses Spiel mit
dem jungen Karrierejuristen.
Mit dem undurchsichtig-diabolischen Anthony Hopkins hat “Das perfekte
Verbrechen“ schon einmal einen prächtigen Schurken. Doch Gregory
Hoblit (“Zwielicht“) ist nicht nur an der spannenden Thriller-Story
interessiert, sondern erzählt auch noch die hochinteressante
Geschichte von der langsamen Menschwerdung eines Karrieristen. Ryan
Gosling ist dabei angemessen schleimig als siegesgewisser Schnösel.
Er überzeugt auch als am Boden zerstörter Erstscheiterer
und gibt dem Thriller emotionales Futter.
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