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Da ich als Jugendlicher die in den Sechziger Jahren
von René Goscinny geschriebenen und von Jean-Jacques Sempé sehr
locker illustrierten Geschichten nicht gelesen hatte, fiel mir
der Zugang ziemlich schwer als vor einer Weile unter den Titel
“Neues vom
kleinen Nick“ weitere zuvor verschollene Episoden aus
dem Nachlass des “Asterix“-Autors
erschienen sind. Die Verfilmung hingegen zog mich sofort in ihren
Bann.
Bereits der Vorspann ist eine einzige Pracht. Der deutsche Hollywood-Komponist
Klaus Badelt (“The Time Machine“)
schrieb eine Musik wie sie französischer kaum denkbar ist und
dazu gab es simple aber schöne Animationen von Sempés Zeichnungen
in Form eines Pop-Up-Buches zu sehen. Der dann folgende Film ist
die knallbunt bebilderte und äußerst liebenswerte nostalgische
Schilderung einer Jugend in den Fünfziger Jahre. Nicht ohne Grund
begeisterte “Der kleine Nick“ in Frankreich über 4 Millionen
Kinobesucher.
Als rote Handlungsfäden dienen dem Film die Ängste des
kleinen Nicks (gute Wahl: Maxime Godart) davor ein Geschwisterchen
zu bekommen – was dieser durch das Anheuern eines Killers verhindern
will - sowie die ziemlich tapsigen Versuche von dessen Vater (großartig:
Kad Merad aus “Willkommen
bei den Sch'tis“) endlich befördert zu werden. Durch
den Wechsel zwischen kindlicher und erwachsener Perspektive entstand
ein äußerst vielschichtiger Film, der zudem noch durch
ein hübsches “Asterix“-Zitat erfreut und zum Ende
hin halbwegs autobiografisch davon erzählt wie René
Goscinny beschloss Humorist zu werden.
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