Im Dritten Reich war nicht die komplette
Jugend innerhalb der Hitlerjugend organisiert. Speziell im Ruhrgebiet
hatten sich auch alternativ die so genannten Edelweißpiraten
formiert, die mit dem Führerkult nichts im Sinn hatten. Sie lebten
eine Art Subkultur mit Swingmusik aus, lieferten sich Schlägereien
mit der HJ und waren auch teilweise als Widerstandkämpfer aktiv.
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Lose auf tatsächlichen Ereignissen
basierend erzählt der Film vom Edelweißpiraten Karl, der in Köln–Ehrenfeld
den flüchtigen KZ-Häftling Hans Steinbrück (Bela B. Felsenheimer
von “Die Ärzte“) schwer
verletzt vorfindet. Er versteckt ihn und gemeinsam planen sie Sabotageakte,
doch schon recht bald werden sie von der Gestapo aufgegriffen.
Was das internationale Team da in St. Petersburg unter dem Motto
ein “Untergrundfilm über eine Untergrundbewegung“ zusammengeschustert
hat, dürfte kaum einen Zuschauer wirklich erreichen. Erst am Ende
gelingen Regisseur Niko von Glasow ein paar intensive Momente. Doch
grobkörnige Videobilder, eine wackelige Handkamera, beständiges
musikalisches Geplänkel im Django Reinhardt-Stil und etliche überforderte
Darsteller erwecken insgesamt eher den Eindruck eines Amateurfilmes.
Schade, denn ein so wichtiges Thema wie die “Edelweißpiraten“ hätte
eine ebenso sorgfältige filmische Verarbeitung verdient wie “Sophie
Scholl“.
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