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Julie Powell ist nicht sonderlich zufrieden mit
ihrem Bürojob, wirkliche Erfüllung findet sie nach Feierabend
beim Kochen. Daher beschließt sie innerhalb eines Jahres sämtliche
Gerichte des berühmten Kochbuches “Mastering the Art of French
Cooking“ von Julia Child nachzukochen. Sie schreibt hierüber
in einem Blog, hat zwar irrsinnig viele Zugriffe, vernachlässigt
allerdings ihren Mann...
Dieser Teil des Filmes klingt echt öde und ist es auch. Zwar ist
Amy Adams ("Verwünscht")
recht natürlich und niedlich als Julie Powell, doch ihre Erlebnisse
sind erschreckend banal, auch wenn sie die Grundlage für einen
Bestseller waren. Doch zum Glück erzählt der Film (und dies zum
noch größeren Glück auch noch den längsten Teil seiner zu langen
Spieldauer) auch von der unorthodoxen amerikanischen TV-Köchin
Julia Child, die (womit das Glück fast vollkommen wäre) mit vollem
Elan von Meryl Streep gespielt wird.
Diese ist großartig als großgewachsene ewig kichernde
Ami-Matrone, die sich in Paris in die dortige Küche verliebt
hat und – trotz mangelnder Gegenliebe - sich die Feinheiten der
Haute Cuisine nicht nur aneignete, sondern auch – per
Kochbuch-Bestseller und TV-Show - an ihre Landsleute weitergab.
Wie gesagt Meryl Streep ist großartig, doch das war es (vielleicht
abgesehen von einigen netten Mätzchen des kleinwüchsigen
Stanley Tucci als Mr. Julia Child) auch schon.
Warum um Himmelswillen hat sich ausgerechnet Nora Ephron, die Spezialistin
für drollige Lovestorys wie “Harry
und Sally“ oder “Schlaflos in Seattle“, eines
Filmes angenommen, der gleich zwei eher unspannende Geschichten
über Menschen erzählt, die in stabilen Partnerschaften
leben?
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