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Schon kurze Zeit nachdem Richard Loncraine eine Version von "Richard
III" in die Kinos brachte, in der Ian McKellen als buckeliger
Intrigant in der Titelrolle brillierte, erschien eine weitere Filmversion
von William Shakespeares Theaterstück. Kein Wunder, denn dieser Klassiker
aus dem Jahre 1592 wird öfter gespielt als "Hamlet".
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Über einen recht langen Zeitraum näherte sich Al Pacino dem Stoff
sehr behutsam und unkonventionell. Er schnitt auf eine faszinierende Art
und Weise Aufnahmen von den Proben im Zivil, von kostümierten
Bühnendarstellern und etwas aufwändigeren, teilweise vor Ort in England
entstandenen, Außenaufnahmen zusammen. Dazwischen platzierte er aber auch
Interviews, die er mit Passanten und englischen Bühnendarstellern und Shakespeare-Experten
führte und einen Besuch in Shakespeares angeblichen Geburtsort. So entstand
ein anregender Bilderreigen. Zentrales Thema ist die Furcht die
amerikanischer Schauspieler, aber auch des Publikums, vor den in gestelzten
Passagen vorgetragenen oft etwas unübersichtlichen Theaterstücken des
großen Autors haben.
Pacino macht Mut. Er gesteht selbst nicht jede Szene
und längst nicht jedes Wort zu verstehen, weist aber darauf hin,
dass Shakespeare auch heute aktuell sein kann und eine ganze Menge
zu bieten hat.
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