In letzter Zeit war ja allerlei Schwachsinn auf
den riesigen Leinwänden der IMAX-Kinos zu sehen. Da wurden Wirbelstürme
gejagt, aber nicht gefunden. Da wurde ein kleine Männchen ins Wasser gehalten,
um vergeblich zu versuchen, Haie wütend zu machen und da wurde von einer
nicht mehr ganz jungen Lehrerin erzählt, die in ein Holzfass stieg und die
Niagara-Fälle herunterpurzelte. Klar, das superbreite IMAX-Filmmaterial ist
sauteuer und daher kann kein Filmmaterial verschwendet werden. Also muss so
ziemlich alles was gedreht wurde auch projiziert werden, auch wenn es nicht
immer sehenswert oder manchmal sogar eine Mogelpackung ist.
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Bei
"Ocean Men" handelt es sich nun um die erste deutsche
IMAX-Produktion. Erzählt wird von dem gebürtigen Kubaner Pipin Ferreras
und dem Italiener Umberto Pelizzari, die beide versuchen Rekorde
im Tieftauchen ohne Pressluftflaschen aufzustellen. Während Pelizzari
ganz ohne Hilfsmittel bis zu 80 m tief taucht, setzt Ferreras auf
Hightech und taucht dadurch doppelt so tief wie der Italiener.
Die beiden Männer waren einst
befreundet. Doch durch ihre unterschiedlichen Tauchtechniken wurden
sie zu Rivalen, die es nicht mehr aushalten, gemeinsam am selben
Ort zu sein. Diese Story kommt jedem bekannt vor, der den Film "Im
Rausch der Tiefe" gesehen hat. Luc Bessons Meisterwerk beruht
auf den tatsächlichen Erlebnissen des französischen Tauchers Jacques
Mayol, der auch kurz im Film zu sehen ist.
"Ocean Men" ist der beste IMAX-Film seit langer langer
Zeit. Die Mischung stimmt: Tolle Bilder, die meistens für sich sprechen
und sehr viel weniger pathetisch kommentiert werden (ob hierzu unbedingt
Synchronsprecher mit italienischen oder kubanischen Akzent verwendet
werden müssen ist etwas fraglich) als dies ansonsten im IMAX-Format
der Fall ist.
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