Das Boot im Sturm


 
Filmtitel: Poseidon
Originaltitel: Poseidon
Land, Jahr: USA 2006
Regie: Wolfgang Petersen
Buch: Mark Protosevich nach dem Roman von Paul Gallico
Produzent: Wolfgang Petersen, Duncan Henderson, Mike Fleiss, Akiva Goldsman
Musik: Klaus Badelt
Darsteller: Kurt Russell, Josh Lucas, Richard Dreyfuss, Jacinda Barrett, Emmy Rossum, Mike Vogel, Mia Maestro, Jimmy Bennett, Andre Braugher, Freddy Rodriguez, Kevin Dillon, Kirk B.R. Woller, Stacy Ferguson
Länge: 98 min
Website: www.poseidon-derfilm.de    


Nach “Das Boot“ und “Der Sturm“ ist Wolfgang Petersen Experte für maritime Filme und ganz sicher auch der richtige Mann für eine Neuverfilmung des 70er Jahre Katastrophen-Klassikers “Die Höllenfahrt der Poseidon“. Doch es wirkt ein wenig so als wenn Petersen nicht immer voll bei der Sache war. Nach einem hübschen Vorspann, der dem Zuschauer den Luxusliner “Poseidon“ in seiner vollen Pracht vorführt, werden die reichlich formelhaft zusammengewürfelten Protagonisten sehr schnell und sehr kurz vorgestellt.
 
    
 

Dann kommt aber auch schon gleich die Riesenwelle, die das Schiff in der Silvesternacht auf den Kopf stellt und die Überlebenden der Katastrophe zwingt sich durch den sich langsam mit Wasser füllenden Luxusliner zu kämpfen. Der richtige Mann für so einen Job ist natürlich Kurt Russell, der den ehemaligen Bürgermeister von New York spielt und inmitten des Schiffsbruchs auch noch um seine Tochter bangen muss. Russell ist in so eine Rolle natürlich eine sichere Bank während Josh Lucas (“Stealth“) eher blass bleibt als Glücksritter, der sich mit Russell um die Führerschaft der immer stärker schrumpfenden Truppe von Überlebenden balgt.

Richard Dreyfuss hat sich durch seinen Part in “Der weiße Hai“ für seine mit reichlich Tauchgängen verbundene Rolle als selbstmordgefährdeter, homosexueller Architekt in “Poseidon“ qualifiziert. Doch im Gegensatz zu seinen sonstigen Auftritten in Spezialeffekt-Filmen wie “Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ kann er hier kaum eigene Akzente setzen, obwohl die Tricks von der Schiffskatstrophe hier sehr viel weniger beeindrucken als die Bilder die Petersen im sehr viel kleiner dimensionierten “Der Sturm“ servierte (von einem Vergleich zu “Titanic“ wollen wir lieber gleich absehen). Richtig spannend ist “Poseidon“ dann, wenn die Darsteller (ganz ohne Tricks) quer durch das gekenterte und geflutete Schiff tauchen und verzweifelt nach letzten Luftblasen suchen. Das liegt aber sicher auch daran, dass sie hierbei keine albernen Dialoge aufsagen können.

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