Wieso?

 

 

Filmtitel:

Resident Evil: Afterlife

Originaltitel:

Resident Evil: Afterlife

Land, Jahr:

USA 2010

Regie:

Paul W. S. Anderson

Buch:

Paul W. S. Anderson

Produzent:

Robert Kulzer, Samuel Hadida, Jeremy Bolt, Paul W. S. Anderson, Bernd Eichinger

Musik:

Charlie Clouser

Darsteller:

Milla Jovovich, Ali Larter, Kim Coates, Shawn Roberts, Spencer Locke, Boris Kodjoe, Wentworth Miller

Länge:

98 min

Website:

www.constantin-film.de   


“Resident Evil: Afterlife“… wieso? Warum noch ein Teil? Weshalb macht die Umbrella Corporation weiter? Es gibt wenige bis keine Überlebenden mehr auf der Erde. Nur faulige Zombies. Niemanden dem man noch unterdrücken, ausbeuten oder denen man die Steuer erhöhen kann! Wozu weiter experimentieren?

 

    

 


Naja,… das mal beiseite, ist “Resident Evil: Afterlife“ ein eher belangloser Eintrag in die Resi-Reihe. Wir folgen immer noch Alice (Mila Jovovich) auf ihrem Weg durch eine Post-Apokalyptische Zombiewelt. Ihr Ziel ist es die Umbrella Cooperation zu Fall zu bringen. Der Film startet eigentlich recht viel versprechend. Wir sehen wie Alice einer Menge Bad Guys in SlowMo die Lichter ausbläst. Nach den Aufräumarbeiten und zwei Explosionen später sehen wir Alice wie sie durch die ausgestorbenen Kulissen reist und mit den Zuschauern redet - und glaubt mir sie reist lange und redet viel, viel zu lange und viel zu viel.

Nach einem gut inszenierten und actionreichen Opener haben wir hier eine lange Einstellung von Alice, in der sie über die momentane Lage sinniert. Dies soll uns zeigen, dass die Welt in der sie jetzt zu überleben versuch, tot, ausgestorben und einsam ist. Das Problem ist nur, dass alle Kulissen und Sets im negativen Sinne leer aussehen. Es wirkt als ob es eine Theatervorführung mit großem Budget sei. Sie trifft auf ihrem Weg eine Gruppe, die aus jedem x–beliebigen Horror-Cast stammen kann, sie sind weder sympathisch oder interessant sie sind einem praktisch egal. Heiße Frauen in enger Kleidung (was ein Pluspunkt ist), das Weichei, der schmierige Typ, welcher der Truppe später in den Rücken fällt und der Quotenschwarze wären okay, wenn sie die oben genannten Punkte erfüllen würden, dies ist aber leider nicht der Fall.

 

Ein besonders kläglicher Versuch die Videospielfans auf Ihre Seite zu bringen ist die Rekrutierung des Charakters "Chris Redfield“, einer der bekanntesten Figuren der Spiel-Reihe. Gespielt wird dieser von Wentworth Miller (Prison Break). Er verfehlt es dem ohnehin schon zweidimensionalen Charakter Tiefe zu geben. In dem er böse dreinschaut und damit wirkt wie eine schlechte Clint-Eastwood-Kopie. Also wir haben hier langweilige Charaktere, die einem egal sind und eine Story, die auf einem Bierdeckel gepasst hätte. Die Action wird das schon raushauen, oder? ... Leider Nein!

 

Da wären wir schon beim nächsten Punkt: 90% der Aktion ist in Slowmotion gefilmt. Zack Snyder hat Slow-Mo-Action perfektioniert, hat sie interessant und spannend eingesetzt. Paul W. S. Anderson schafft es sie mit nur einem Film wieder langweilig zu machen. Hier und da eine solche Einstellung ist ja schön und gut… aber, müssen wir uns wirklich ansehen, wie sich zwei Leute für gefühlte 50 Minuten in die Augen sehen, während Wassertropfen von der Decke fallen und das in SlowMo.

 

Der letzte Punkt den ich ansprechen möchte ist 3D, ein Kriterium das sicherlich bei den Zuschauerzahlen geholfen hat (weltweit spielte der vierte Teil 240 Millionen Dollar ein). Wenn die Story die Charaktere und auch die Action nicht einmal das Mittelmaß erreichen, bringt das ganze 3D-Getue auch nicht mehr viel. Die Frage, die man sich stellen muss, ist, will ich wirklich 10,50 € ausgeben um bei einem Film, der 90 Minuten dauert, ein bis zwei Szenen zu sehen, die in 3D ein wenig erträglicher sind? Das Einzige, was vielleicht für die Fans der Vorlage interessant anzusehen ist, ist der Endkampf, der eins zu ein vom Finale von Resi5 übernommen wurde. In diesem Sinne kauft Euch eine Schachtel Zigaretten und leiht Euch "Braindead" in der Videothek aus!

 

Cem Aydogan

 

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