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“Resident
Evil: Afterlife“… wieso? Warum noch ein Teil? Weshalb macht
die Umbrella Corporation weiter? Es gibt wenige bis keine
Überlebenden mehr auf der Erde. Nur faulige Zombies. Niemanden
dem man noch unterdrücken, ausbeuten oder denen man die Steuer
erhöhen kann! Wozu weiter experimentieren?
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Naja,…
das mal beiseite, ist “Resident Evil: Afterlife“ ein
eher belangloser Eintrag in die Resi-Reihe. Wir folgen
immer noch Alice (Mila Jovovich) auf ihrem Weg durch eine Post-Apokalyptische
Zombiewelt. Ihr Ziel ist es die Umbrella Cooperation
zu Fall zu bringen. Der Film startet eigentlich recht viel versprechend.
Wir sehen wie Alice einer Menge Bad Guys in SlowMo die Lichter
ausbläst. Nach den Aufräumarbeiten und zwei Explosionen später
sehen wir Alice wie sie durch die ausgestorbenen Kulissen reist
und mit den Zuschauern redet - und glaubt mir sie reist lange
und redet viel, viel zu lange und viel zu viel.
Nach einem gut inszenierten und actionreichen Opener haben
wir hier eine lange Einstellung von Alice, in der sie über die
momentane Lage sinniert. Dies soll uns zeigen, dass die Welt in
der sie jetzt zu überleben versuch, tot, ausgestorben und einsam
ist. Das Problem ist nur, dass alle Kulissen und Sets im negativen
Sinne leer aussehen. Es wirkt als ob es eine Theatervorführung
mit großem Budget sei. Sie trifft auf ihrem Weg eine Gruppe, die
aus jedem x–beliebigen Horror-Cast stammen kann, sie sind weder
sympathisch oder interessant sie sind einem praktisch egal. Heiße
Frauen in enger Kleidung (was ein Pluspunkt ist), das Weichei,
der schmierige Typ, welcher der Truppe später in den Rücken fällt
und der Quotenschwarze wären okay, wenn sie die oben genannten
Punkte erfüllen würden, dies ist aber leider nicht der Fall.
Ein
besonders kläglicher Versuch die Videospielfans auf Ihre Seite
zu bringen ist die Rekrutierung des Charakters "Chris Redfield“,
einer der bekanntesten Figuren der Spiel-Reihe. Gespielt wird
dieser von Wentworth Miller (Prison Break). Er verfehlt
es dem ohnehin schon zweidimensionalen Charakter Tiefe zu geben.
In dem er böse dreinschaut und damit wirkt wie eine schlechte
Clint-Eastwood-Kopie. Also wir haben hier langweilige Charaktere,
die einem egal sind und eine Story, die auf einem Bierdeckel gepasst
hätte. Die Action wird das schon raushauen, oder? ... Leider Nein!
Da
wären wir schon beim nächsten Punkt: 90% der Aktion ist in Slowmotion
gefilmt. Zack Snyder hat Slow-Mo-Action perfektioniert, hat sie
interessant und spannend eingesetzt. Paul W. S. Anderson schafft
es sie mit nur einem Film wieder langweilig zu machen. Hier und
da eine solche Einstellung ist ja schön und gut… aber, müssen
wir uns wirklich ansehen, wie sich zwei Leute für gefühlte 50
Minuten in die Augen sehen, während Wassertropfen von der Decke
fallen und das in SlowMo.
Der
letzte Punkt den ich ansprechen möchte ist 3D, ein Kriterium das
sicherlich bei den Zuschauerzahlen geholfen hat (weltweit spielte
der vierte Teil 240 Millionen Dollar ein). Wenn die Story die
Charaktere und auch die Action nicht einmal das Mittelmaß erreichen,
bringt das ganze 3D-Getue auch nicht mehr viel. Die Frage, die
man sich stellen muss, ist, will ich wirklich 10,50 € ausgeben
um bei einem Film, der 90 Minuten dauert, ein bis zwei Szenen
zu sehen, die in 3D ein wenig erträglicher sind? Das Einzige,
was vielleicht für die Fans der Vorlage interessant anzusehen
ist, ist der Endkampf, der eins zu ein vom Finale von Resi5
übernommen wurde. In diesem Sinne kauft Euch eine Schachtel
Zigaretten und leiht Euch "Braindead" in der
Videothek aus!
Cem
Aydogan
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