Der erste Eindruck ist furchtbar, aber
nicht furchtbar gruselig. Die 3D-Technik funktioniert nur
bedingt und aufgenommen wurde anscheinend mit einer Kamera, die ein
kanadischer Media Markt gerade im Angebot hatte. Doch es dauert gar
nicht lange und “Scar“ wird zum mitreißenden Horrortrip von
dem man sich beim bluttriefenden Finale allerdings wünscht, er möge
recht schnell zu Ende gehen.
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Bei diesem nicht mehr ganz taufrischen
Film handelt es sich zweifelsohne um Psychopathen-Folter-Horror
in der (nur bedingt rühmlichen) Tradition von “Saw 5“ oder
“Hostel 2“. Die nicht ungeschickte
Erzählstruktur zeigt in gerade noch erträglichen Dosierungen und
in Form von Rückblenden zunächst, wie die 17-jährige Joan gemeinsam
mit einer Freundin auf den durchgeknallten Bishop trifft. Nachdem
dieser ihre Freundin langsam zu Tode verstümmelt hat, gelingt es
Joan den Killer töten. Erst 16 Jahre später kehrt sie in ihren Heimatort
zurück. Dort muss sie erleben, wie das selbe Grauen wieder beginnt
und bangt um das Leben ihrer Nichte.
Für “Scar“ spricht, dass hier die Spätfolgen, denen jemand
ausgesetzt ist, der in die Fänge eines Wahnsinnigen gerät, durchaus
ernst genommen, ja sogar zum Grundmotiv gemacht werden (trotzdem
möchte ich allzu sensiblen Gemütern den Film nicht unbedingt empfehlen).
Natürlich gibt es – nach einer recht originellen Auflösung - auch
die obligatorische “Der Killer ist immer noch nicht tot“-Schlußspointe.
Diese wird jedoch noch schrecklicher dadurch, dass hier - als Moral
von der Geschichte – recht plastisch dargestellt wird, dass eine
Untat nicht nur äußerliche Narben hinterlässt, sondern vor allem
die inneren Vernarbungen wohl nie ganz verheilen werden.
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