So macht Lernen Spaß!

 

 

Filmtitel:

School of Rock

Originaltitel:

School of Rock

Land, Jahr:

USA 2003

Regie:

Richard Linklater

Buch:

Mike White

Produzent:

Scott Rudin

Musik:

Craig Wedren

Darsteller:

Jack Black, Joan Cusack, Mike White, Sarah Silverman, Veronica Afflerbach, Miranda Cosgrove

Länge:

104 min

Website:

www.paramount.de      



Als der etwas überenthusiastische Gitarrist und Sänger Dewey Finn (Jack Black, "Schwer verliebt") kurz vor dem alles entscheidenden Musik-Wettstreit von seinen entnervten Kumpels aus seiner eigenen Rockband geworfen wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Aus finanzieller Not heraus gibt er sich als sein eigener bester Freund aus und nimmt einen Job als Aushilfslehrer an einer Privatschule an. In den hochbegabten aber größtenteils verklemmten Schülern seiner Klasse erkennt er musikalische Wunderkinder. Er macht sich daran, aus ihnen wahre Rocker zu machen, um sich bei dem großen Wettbewerb mit seiner ehemaligen Band zu messen. Dass Eltern und Schulleitung davon weder etwas wissen, noch begeistert wären, stört ihn dabei keineswegs.

 

    

 


Jack Black erweist sich in diesem Film als wahres Multitalent. Den überzeugten Rocker nimmt man ihm von der ersten Szene der - übrigens brillant inszenierten - Eröffnungssequenz an vollkommen ab. Was auch an seiner nicht unerheblichen musikalischen Begabung liegt. Die Stars des Films sind natürlich die Kinder, die äußerst sorgfältig gecastet wurden und allesamt hervorragende und begeisterte Musiker sind. Der Film lebt von seinen unkonventionellen Charakteren und der mitreißenden, intelligenten Musik. Es fehlt zwar nicht an überzeichneten Nebenfiguren (Joan Cusack hat trotz der Rolle der überkandidelten Rektorin einige wirklich große Momente) und einigen - wie sich manch einer im Publikum beschwerte - politisch korrekten Botschaften, aber für eine Hollywood-Familienkomödie ist der Film erfrischend ehrlich, und uns werden die schlimmsten pathetischen Wendungen erspart. Der Film hätte mich an vielen Stellen zusülzen können. Hätte, hat aber nicht.

"School of Rock" ist für mich eine der genialsten generationenüberspannenden Familienkomödien der letzten Jahre. Ich lache grundsätzlich nicht laut im Kino. Dachte ich. Aber wie es sich für eine wahre Schulgeschichte gehört, habe ich etwas Neues gelernt. Wie übrigens letztendlich jeder der Charaktere im Film. Seit dem "Club der Toten Dichter" wurde kein solcher Film über das Lernen als solches mehr gedreht. Aber diesmal ohne Tränen. Bestenfalls Lachtränen.

Samar Ertsey


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