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Der Kali-Bergmann Schultze (lebt die Rolle: Horst Krause) wird in den
Vorruhestand geschickt und fristet ein eher tristes Leben in der
sachenanhaltinischen Provinz am Rande der Abraum-Berge. Doch plötzlich
erklingt aus seinem Radio Cajun-Musik. Fortan mag Schultze seinem Akkordeon
nicht mehr die schon einst von seinem Vater gespielten Polka-Klänge zu
entlocken, sondern er hat jetzt den Südstaaten-Blues. Ein Arzt kann da
nicht helfen und auch Schultzes Heimatmusikverein ist ratlos, schickt ihn
aber dann in die texanische Partnerstadt ...
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Der Dokumentarfilmer Michael Schnoor gehorcht auch in seinem ersten
Spielfilm keiner Standart-Dramaturgie. Er lässt sich Zeit für
die Öde von Sachsen-Anhalt und hat auch bei den in den USA gedrehten
(bzw. improvisierten) Szenen einen scharfen Blick für Details.
Fast schon dogma-mäßig wird hier die Realität abgebildet und Musik
nur dort eingesetzt, wo sie auch in Wirklichkeit
hingehört, also ins Radio oder auf Volksfeste. In einigen wenigen
Momenten setzt Schnoor etwas unmotiviert wirkende Schnitte ein
oder platziert flache Gags anstatt konsequent sein Konzept der
faszinierend-schwerfälligen Langsamkeit durchzuziehen. Auch das
Ende des Filmes wirkt etwas befremdlich. Doch insgesamt ist "Schultze
gets the Blues" schon mehr als einzigartig.
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