Im Vorspann des Schwarzweißfilms
ist das klassische Warner-Logo aus den Vierziger Jahren zu sehen,
das Plakat wirkt ebenfalls reichlich retro, die Dreharbeiten fanden
fast ausschließlich im Studio statt, die Musik schmalzt hemmungslos
und das Finale spielt auf einem verregneten Flugplatz vor einer Maschine
mit sich drehenden Propellern. Ganz offensichtlich stand hier das
Meistermelodram “Casablanca“ zumindest optisch Pate.
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Die Lovestory um den halbwegs aufrechten
US-Soldaten und die undurchsichtige aber begehrenswerte deutsche
Trümmerfrau bedient sich hingegen eher bei Billy Wilders ebenfalls
in den Vierziger Jahren (allerdings teilweise vor Ort in Deutschland)
gedrehten Werk “A Foreign Affair“, ignoriert allerdings den beträchtlichen
Humor des Films.
Steven Soderbergh erzählt in “The Good German“ eine eigentlich
nicht uninteressante Geschichte vor dem Hintergrund der Potsdamer
Konferenz, ist jedoch eher an der Rekonstruktion eines Vierziger-Jahre-Studiofilms
als an den tatsächlichen Zuständen im Nachkriegs-Berlin
interessiert. Das wäre auch nicht weiter schlimm, wenn er sich
stärker auf die Beziehung zwischen den Figuren konzentriert
hätte. Doch wenn am Ende des Filmes versucht wird politische
Statements zu platzieren, wirkt dies inmitten der geleckten Bilder
reichlich aufgesetzt. Der Hauptgrund für die Existenz des Filmes
scheint dann doch eher die Tatsache zu sein, dass George Clooney
in GI-Klamotten ziemlich gut aussieht.
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