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Die Collegestudentin Casey Bell – das Drehbuch
gibt der attraktiven Odette Yustman aus "Cloverfield"
wenig Chancen einen echten Menschen zu spielen – die immer wieder
von Alpträumen und einem blassen Geisterjungen heimgesucht
wird. Des Rätsels Lösung ist ihr kurz nach der Geburt
verstorbener Zwillingsbruder aber auch ein “Familienfluch,
dessen Ursprünge bis ins Nazi-Deutschland zurückreichen“
(Pressetext).
Wer schon im oscar-prämierten Kinofilm “Der Vorleser“
den “unverkrampften“ Umgang mit dem Thema Holocaust (hier wurden
eine ehemalige KZ-Aufseherin und ihr jugendlicher Lover als “Opfer“
des Massenmordes zurechtinterpretiert) etwas unpassend fand, dürfte
bei “The Unborn“ sein blaues Wunder erleben. Da das Grundthema
des Horrorstreifens “Zwillinge“ lautet, geht es in dummen Rückblenden
und plumpen “überraschenden“ Wendungen auch um Josef Mengeles
perverse Auschwitz-Experimente.
David Samuel Goyer schrieb und inszenierte einige durchaus bemerkenswerte
Filme wie etwa die “Blade“-Trilogie
oder “Batman Begins“
und "The Dark Knight".
Bereits mit seinem blödsinnigen Drehbuch zu “Jumper“ zeigte
er, dass Filme außerhalb des Comic-Genres nicht unbedingt
seine Stärke sind. Dies untermauert er nun mit “The Unborn“
wo es u. a. um einen ökumenisch vollzogenen Exorzismus geht
und ein großartiger Schauspieler wie Gary Oldman als unorthodoxer
Rabbi wirre Litaneien stammeln muss. Insgesamt wirkt der Film
wie das ungeschickte US-Remake eines - aus gutem Grunde! - noch
nicht gedrehten asiatischen Horror-Shockers.
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