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Der Film suchte einen zeitgemäßen Zugang zum Mythos
um Claus Störtebeker, der angeblich einst nach seiner Hinrichtung
um 1400 noch “12 Meter ohne Kopf“ lief. Daher brüllt der halb
so wilde Piratenhaufen auch andauernd “Fick die Hanse!“ oder “Entern
aber Deluxe“.
Ronald Zehrfeld (“Der rote Kakadu“)
ist schon aufgrund seiner hünenhaften Statur eine gute Wahl als
draufgängerischer Claus Störtebeker, wird jedoch gleich am Anfang
des Filmes schwer verletzt und wankt fortan grüblerisch und zweifelnd
durch den Film. Daher ruht der Film (im wahrsten Sinne des Wortes)
auf den halb so breiten Schultern von Matthias Schweighöfer. Der
milchgesichtige Mime war schon als “Der
rote Baron“ schwer auszuhalten und sein als durchgeknallter
Psycho angelegter Co-Freibeuter Gödecke Michels erschreckt allenfalls
als glatte Fehlbesetzung.
Auch wenn “12 Meter ohne Kopf“ schon lange vor “Fluch
der Karibik“ geplant war (wie sicherheitshalber ins Presseheft
geschrieben wurde) hat ein historischer Abenteuerfilm im Kino
ganz schlechte Karten, wenn er kaum Schauwerte aufzuweisen hat.
Da muss die Story schon verdammt gut sein, ist sie aber nicht.
Eigentlich wäre ein richtig guter mitreißender Film über
Claus Störtebeker schon lange überfällig. Doch
Wolfgang Petersens Projekt scheiterte leider, der TV-Film “Störtebeker“
sah wie ein TV-Film aus und “12 Meter ohne Kopf“ hätte
eher “108 Minuten ohne Hirn“ heißen sollen.
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