CDs die
Zeitschriften beiliegen sind meist eher nicht der Rede wert, doch
hier hätten wir eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Auf dem gelben
“sounds“-Heft (“Das Themenmagazin zur populären Musik“)
klebte eine rote CD, die sich auch noch dadurch abhob, dass sie in
einer echten Hülle steckte. Das Heft feiert ein 60-jähriges Jubiläum
und interpretiert Rudi Schurikes “Capri Fischer“ als Urknall
des “Deutschen Pop“. Naja, Feste soll man feiern wie sie einem gefallen.
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Doch die Artikel im Heft sind durchaus
interessant und die CD macht noch mehr Spaß. Unter dem Titel “Alles
nur geklaut!“ werden “10 deutsche Klassiker neu interpretiert“.
Die Titel wurden hierfür nicht eigens neu produziert, stammen zwar
von bereits bestehenden Alben, doch die CD wirkt trotzdem wie aus
einem Guss. Nicht mehr missen möchte ich fortan Jan Josef Liefers
Version des Puhdy-Klassikers “Wenn ein Mensch lebt“
aus “Die Legende von Paul
und Paula“ sowie Alexandras
“Akkordeon“ unbeschreiblich schön gecovert von Element
of Crime. Auch nicht schlecht ist Max Herres recht werkgetreue
Interpretation von Udo Lindenbergs “Wir wollten doch einfach
nur zusammen sein“. Eine leicht entstaubte Wiederbegegnung
mit dieser “sehr bedeutenden“ Ost-West-Ballade über das
Mädchen aus der DDR mit dem unvergesslichen Refrain “vielleicht
auch mal etwas enger, vielleicht auch mal etwas enger“ tut
mehr als gut .
Der Knaller ist – man glaubt
es kaum – Gunther Gabriels Version von Ideals NDW-Evergreen
“Blaue Augen“, die rauchige Stimme des Johnny-Cash-Imitators
und Annette Humpes entspannter Song ergeben eine prickelnde Mischung.
Ob ich mir deshalb jedoch gleich die aktuelle CD von Gunther Gabriel
mit dem lustigen Titel “Sohn aus dem Volk“
hole, wage ich zu bezweifeln.
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