Zwar befand sich das erste amtlich bekundete Kaffeehaus Europas (1673) in der Heimatstadt des "Bremer Kaffeehaus-Orchester", doch die zugehörige Musik stammt eher aus der Walzer und Operetten-Metropole Wien. Daher enthielt "Lieben Sie Strauß?", die erste CD des Ensembles, ausschließlich Stücke aus der Feder Johann Strauß. Doch jetzt versucht sich das "Bremer Kaffeehaus-Orchester" an der ganzen Bandbreite dieser manchmal auch als "Salonmusik" bezeichneten und nur sehr unklar definierten Musikrichtung.
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Die
fünf noch recht jungen Musiker (Jahrgang 1959 bis 1966) lernten
sich auf der Bremer Musikschule kennen und traten erstmals gemeinsam
auf einer Hochzeit auf. Obwohl die Ehe nur drei Monate hielt, spornte
der Erfolg ihres Auftrittes das Ensemble an. Sie begannen maßgeschneiderte
Arrangements, teilweise auf der Basis alten Notenmaterials, für
ihr Quintett (Violine, Flöte, Kontrabass, Cello und Klavier) zu
schreiben und traten erfolgreich vor jung und alt auf.
Neben einer Kaffeebohne in der CD-Hülle enthält "Rendezvous
im Kaffeehaus" nicht nur Klassiker des Genres wie "Heinzelmännchens
Wachtparade" oder den Bummelmarsch "Bis früh um fünfe",
sondern auch Beiträge aus der Hochklassik, wie etwa einen Auszug
aus Edvard Griegs "Peer Gynt"-Suite. Eine stimmige Mischung,
die genauso belebt wie eine Tasse frisch aufgebrühter Kaffee.
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