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KAEW
- Rain Come |
Viele
Leser (aber auch ich!) werden sich schon gefragt haben, wer denn
dieser Mensch ist, der seit einiger Zeit immer diese ziemlich langen
Musik-Rezensionen für die Highlightzone schreibt.
Bernhard R. C. Faaß ist nicht nur Musikexperte sondern er
hat auch drei CDs im Alleingang produziert, komponiert und zudem
auch noch sämtliche Instrumente auf diesen Alben gespielt.
Schon in der 7. Klasse begeisterte er sich für das Geigenspiel,
doch dann kam eine neue Lehrerin und es machte keinen Spaß
mehr. Heute gibt Bernhard selbst Musikunterricht, allerdings nicht
auf der Geige, sondern Gitarre und Klavier.
Obwohl
auch naturwissenschaftlich interessiert, studierte er dann Musikwissenschaft
und Musikpädagogik, doch nach einer ausgedehnten Südostasienreise
verlor er das Interesse am Studium. Die Liebe zur Musik und speziell
zum Gitarrenspiel blieb jedoch. Bernhard hatte Auftritte mit etlichen
Bands in Jugendzentren und auf Festivals. Da jedoch der begehrte
Job zum Posen, also der des Gitarristen, immer bereits besetzt war,
war er der eher unauffällige Mann an den Keyboards. Aus dieser
Zeit existieren semiprofessionelle Kassettenaufnahmen, die den Wunsch
nach mehr weckten.
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May
Everything in Love |
1996
war es dann so weit. Im eigenen Studio nahm Bernhard das Soloalbum
KAEW (sprich: Käähohh) auf, was auf thailändisch
“Papagei bzw. Vogel der spricht“ aber auch “Glas“
bedeutet. Hierzu spielte er – nach dem Vorbild von Mike
Oldfield – nacheinander mehrere Spuren ein und bastelte
so nach und nach spielerisch seine “metamakromanischen Lieder“
zusammen. Besonders dominant erscheint auf diesem Album das Gitarrenspiel,
doch Bernhard besteht darauf, dass KAEW keine Gitarren-CD ist, sondern
er war häufiger an den Keyboards zugange.
Zwar
gab es auf KAEW auch Gesangspassagen, die aber eher unauffällig
ausfielen. Für sein nächstes Projekt MAY EVERYTHING
IN LOVE suchte sich Bernhard dann eine junge Sängerin.
Die speziell für eine weibliche Stimme geschriebenen Texte
bei diesem Album waren ihm genauso wichtig wie die Kompositionen.
Dabei entstand immer zunächst die Melodie, während ihm
das Texten etwas schwerer fiel. Bernhard hat zwar auch deutsche
Texte geschrieben, doch diese lassen sich oft schlechter singen.
Die Zusammenarbeit im Studio mit der damals 20-jährigen Sängerin
Eva war unproblematisch, doch danach stand diese für nur noch
einen einzigen Auftritt zur Präsentation der CD zur Verfügung.
Der Versuch ein "Eva-Double" zu finden scheiterte, dadurch
ging es in dieser Richtung leider nicht mehr weiter.
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diemesse |
Als
Reaktion hierauf folgte das leicht düstere “Nachtalbum“
DIEMESSE, das neben zwei Eigenkompositionen (eine
davon war auch auf MAY EVERYTHING IN LOVE enthalten) neu arrangierte
Gospel wie “Swanee River“ enthielt. Laut Bernhard war
diese CD eine "nach klassischem Vorbild mit lateinischen Titeln
versehene, wirklich gitarrenlastige Alternativ-Rock-Messe".
Bernhard produzierte die drei Alben mit dem eigenen Label Empyreal,
platziert die CDs zunächst auf Kommissionsbasis in Läden
wie WOM und fand anschließend einen bundesweit operierenden
Vertrieb. Heute stehen die Songs und Alben – aber auch neue
Kompositionen - auf www.empyreal.de zum
Download bereit!
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