Die Filmbiografie
mit der der Comiczeichner Joann Sfar (“Donjon“,
“Die Katze des Rabbiners“,
“Desmodus der Vampir“)
das Multitalent Serge Gainsbourg feierte, regt dazu an sich
mit dem hierzulande viel zu wenig bekannten Sänger, Komponisten, Schauspieler
und Gesamtkunstwerk auseinander zu setzen. Der auch Puppen- und Zeichentrick
einsetzende Film hat eigentlich nur den Nachteil, dass die Songs meist
nur viel zu kurz angespielt werden.
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Abhilfe
bietet der zugehörige Soundtrack der neben einigen wenigen Ausschnitten
aus Olivier Daviauds instrumentaler Filmmusik einen abwechslungsreichen
Querschnitt durch Gainsbourgs Werk bietet. Angefangen mit frühen
Chansons wie dem melancholischen Trinklied “Je Bois“ geht
es über beschwingten Sixties-Hits wie “Qui Est In Qui Est Out“
bis hin zur seiner Zeit böse umstrittenen Reggae-Version der französischen
Nationalhymne, die Gainsbourg 1979 mit Bob Marley Begleitband den
Whalers einspielte.
Dabei tut es der Stimmung keinen Abbruch, dass fast alle Stücke
keine Originalversionen sind sondern von den Darstellern des Filmes
gesungen werden. Statt Serge Gainsbourg ist Éric Elmosnino
zu hören, Brigitte Bardot wird bei “Bonnie and Clyde“
sowie der Mördernummer “Comic Strip“ von
Lætitia Casta gedoubelt und für France Gall springt beim
zweideutigen Teenie-Hit “Baby Pop“ Sara Forestier
ein. Lediglich die Jahrhundertnummer “Je t'aime ... moi
non plus“, die Gainsbourg zunächst mit Brigitte
Bardot aufnahm, ist im stimulierenden Original-Duett mit Jane Birkin
zu hören.
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