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Unter
dem Titel "Marlene" wurde bereits zweimal auf höchst
unterschiedliche Weise versucht das Leben der Dietrich filmisch
zu verarbeiten. Während Maximilian Schell die Schauspielerin 1983
in ihrer Pariser Wohnung interviewte und diese Umgebung dann zur
Bebilderung der Tonaufzeichnung in einem Filmatelier nachbauen
ließ, scheiterte Joseph Vilsmaier mit "Marlene"
1999 daran, das komplette Leben der Dietrich in einen Spielfilm
zu quetschen, den er auch noch mit frei erfundenen Bestandteilen
anreicherte.
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Jetzt hat Marlenes Enkel J. David Riva eine Dokumentation über seine
weltberühmte Oma gedreht. Er hatte hierzu Zugriff auf bisher
unveröffentlichtes Filmmaterial (u. a. gibt es eine kurze farbige Szene aus
dem Western "Der große Bluff" zu sehen) und noch nie gezeigte
Privataufnahmen. Außerdem interviewte er Weggefährten wie Hildegard Knef
und Burt Bacharach.
Riva gelang ein persönliches Porträt, dass sowohl der Künstlerin gerecht
wurde, aber auch zeigte, dass die Dietrich mehr war als ein singender
Filmstar. Recht bekannt sind ja ihre Auftritte vor US-Soldaten an den
Fronten des Zweiten Weltkrieges. Weniger bekannt ist, dass sie in Israel
auftrat und dort darauf bestand deutsch zu singen und mitten im Kalten
Krieg auf Osteuropa-Tournee ging.
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