Manchmal
scheint eine Idee einfach in der Luft zu liegen und wird unabhängig
voneinander von verschiedenen Menschen gleichzeitig in die Tat umgesetzt.
In den USA gibt es zwar schon eine Weile den Trend Fremdmaterial
im Country-Style zu covern, doch jetzt hauen nahezu zeitgleich zwei
deutsche Bands in dieselbe Kerbe.
Während
“The BossHoss“ eher den
erdigen Bereich bedienen, kommt “Texas Lightning“ deutlich
langsamer und lieblicher daher. Doch trotz der Mitwirkung des Comedians
Olli Dittrich (“Die
Doofen“) und seines “Dittsche“-Partners Jon Flemming
Olson ist das Resultat deutlich mehr als ein Scherzartikel. Dies
liegt vor allem an der Sängerin Jane Comerford, einer gebürtigen
Australierin.
Etwas problematisch ist die Auswahl der bearbeiteten Songs. “Blue
Bayou“ oder “Raindrops keep falling on my Head“
sind nicht wirklich einen Schuss Pulver wert und bleiben auch bei
“Texas Lightning“ die nervigen Schnulzen, die sie ohnehin
schon sind. Deutlich besser verkraften “Kiss“ von Prince
und Chuck Berrys durch die Tanznummer aus “Pulp
Fiction“ zu neuem Ruhm gekommener Titel “You never
can tell“ die Steelguitar. Richtig rührend wird es wenn
Jane Comerford mit zuckersüßer Stimme “Like A Virgin“
anstimmt und auch Menschen begeistert denen Country genauso egal
wie Madonna ist.
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Mit
dem von Jane Comerford komponierten Ohrwurm “No No Never“
trat die Truppe wacker aber erfolglos beim “Eurovision Song
Contest 2006“ an und belegte den 15. Platz unter 24 Teilnehmern.
Zu diesem Anlass erschien noch einmal eine um sechs Titel ergänzte
Neuauflage von “Meanwhile, Back at the Ranch“ mit DVD
als Beigabe. Leider wurde versäumt die herrlich entspannte
Version von Abbas Grandprix-Erfolg “Waterloo“ mit auf
die CD zu packen, diese gibt es als Bonus auf der Maxi zu “No
No Never“.
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