“Jimi
machte unter anderem eine Sache, die ihn später berühmt
werden ließ. Etwas, das noch keiner zuvor im Star-Club brachte.
Er zog die Gitarre an den Verstärker, so dass eine Rückkopplung
entstand. Was eigentlich jeder Musiker zu vermeiden sucht. Mit dieser
neuen Technik steuerte er ganz gezielt Töne an. Damit machte
er aus Scheiße Gold. Allerdings sah nur er es so. Für die
meisten in dieser Nacht blieb es Scheiße."
So
beschreibt Horst Fascher, der Gründer des Hamburger Star Clubs
in seinem höchst lesenswerten Buch “Let
The Good Times Roll“ einen Auftritt von Jimi Hendrix,
den er mit jener Szene aus “Zurück
in die Zukunft“ vergleicht in der Michael J. Fox vor einem
1955er Publikum den 80er Rockstar gibt. 1966 hatte Deutschland noch
genug damit zu tun den Rock´n Roll aufzuarbeiten und war noch
nicht bereit für schrägere Töne.
Doch
langsam aber sicher erklangen im Umfeld der Protestgeneration, die
mit US-Musik gegen US-Politik demonstrierte, andere Töne, die
irgendwo zwischen Genie, Wahnsinn und “Das kann ich auch“-Dilettantismus
angesiedelt waren. Hierfür wurde recht schnell das Etikett
“Underground“ gefunden. Diese gut ausgewählte und
mit einem interessanten Booklet garnierte Zusammenstellung vermittelt,
dass die Freude an von allen kommerziellen Vorgaben entfesselten
Klängen ebenso wichtig wie die politische Aussagekraft war.
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